Kurzmeldungen

  • Kriegserklärung an die Kammgarn 18.11.2016

    Die Schaffhauser Jungfreisinnigen wollen die Kultur in der Stadt an die Wand fahren. Grossstadtratskandidat Alain Illi will die Kultursubventionen an die Kammgarn am liebsten komplett streichen. Er sagt heute in den «Schaffhauser Nachrichten»: «Die Kammgarn sollte privat finanziert sein». Illi...

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  • Knatsch zwischen SVP und Naturpark 03.11.2016

    Politiker aus SVP, EDU und Jungfreisinnigen haben ein Flugblatt «Nein zum Regionalen Naturpark» verschickt. Der Naturpark nimmt Stellung und vergleicht die Absender mit einer Sekte. Im Flugblatt erheben die SVP-Politiker Walter Hotz, Mariano Fioretti und Samuel Erb sowie Andreas Schnetzler (EDU)...

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  • Lappi schlägt Kantonsrat vor Gericht 31.10.2016

    Protokolle von Kommissionen des Schaffhauser Kantonsrats dürfen bereits vor allfälligen Volksabstimmungen von jeder Person eingesehen werden. Das hat das Schaffhauser Obergericht entschieden. Der Lappi und Claudio Kuster hatten vor den Abstimmungen über das Kantonsspital und die Strukturreform im Februar 2016...

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  • Neuhausen: AL will ins Parlament 12.10.2016

    Die Alternative Liste Schaffhausen (AL) tritt erstmals zu den Wahlen ins Neuhauser Gemeindeparlament an. Wie die Gemeinde mitteilt, wollen insgesamt sieben Parteien in den Einwohnerrat. Neben der AL sind das SVP, SP, FDP, ÖBS, CVP und EDU. Die Grünliberalen treten nicht an. Stärkste Partei im...

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  • Kantonsratswahl: AL verliert Fraktionsstärke 26.09.2016

    Mit Abstand stärkste Partei im Kanton Schaffhausen bleibt die SVP. Sie holt mit allen Listen zusammen 21 Sitze im Schaffhauser Kantonsrat, einen mehr als bisher. Dahinter bleibt die SP mit unverändert 14 Sitzen zweitstärkste Partei. Die FDP verliert wegen ihrer Jungpartei einen Sitz und schickt ab...

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aktuell

Entscheidender Zählfehler

Die Stimmenzähler im Schaffhauser Kantonsrat haben erneut einen Fehler gemacht. Dieses Mal war er entscheidend: Ohne den Fehler wäre der Rat auf die Vorlage zum Verordnungsveto eingetreten. Eine elektronische Abstimmungsanlage ist wichtiger denn je.

Seit Beginn des Jahres filmt Hinterzimmerpolitik.ch alle Sitzungen des Schaffhauser Kantonsrats. Unser Ziel: Wir wollen wissen, wer wie abstimmt, und transparenz schaffen. Zu unserer eigenen Überraschung häuften sich sofort die Zählfehler. Wenn die Kantonsratsmitglieder aufstehen und die Stimmenzähler zählen, passieren Fehler (siehe: «Erneut Zählfehler im Kantonsrat» und «Wir schaffen Transparenz»). Diese Fehler waren nicht entscheidend, weil sie nicht bei knappen Abstimmungen passierten – bis jetzt.

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Der gläserne Politiker

Foto: Peter Pfister

Wir bekämpfen Hinterzimmerpolitik und Geheimniskrämerei im Schaffhauser Kantonsrat mit einer Volksmotion

ESH4-Debatte im Kantonsrat am 11. Januar 2016: Drei Kantonsräte enthalten sich bei 5 von 22 Abstimmungen der Stimme. Sind es wankelmütige Mittepolitiker oder zweifelnde Freisinnige, die bei fünf Sparmassnahmen weder Ja noch nein sagen? Nein, es sind drei Linke: die SP-Kantonsräte Matthias Freivogel und Peter Neukomm sowie Urs Capaul (ÖBS).

Wir wissen das, weil wir die Abstimmungen im Schaffhauser Kantonsrat gefilmt und ausgewertet haben. Ausser uns weiss das keiner. Und das ist ein Fehler.

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Verraten und verkauft

Foto: Peter Pfister

Die Schaffhauser Regierung will das Kantonsspital verkaufen, weil sie das Geld für einen Neubau verprasst hat – für Steuersenkungen. Ein Drama in fünf Akten.

Es ist eine Kapitulation. Der Schaffhauser Regierungsrat sieht den Kanton nicht in der Lage, selber einen Neubau des Kantonsspitals zu finanzieren. Rund 200 Millionen Franken wären dafür nötig. Geld, das der Kanton nicht hat – zumindest laut Regierung. Darum will sie das marode Spital auf dem Geissberg an die öffentlich-rechtliche Anstalt «Spitäler Schaffhausen» abgeben. Die Führung der Spitäler Schaffhausen, der fünfköpfige Spitalrat, würde damit die Kompetenz erhalten, den 200 Millionen Franken teuren Neubau selbst in die Hand zu nehmen und könnte auch zukünftige bauliche Entscheide selbst treffen. Am 28. Februar wird das Schaffhauser Volk darüber abstimmen.

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Seit Anbeginn der Zeit gibt es nur eine wahre Party-Location im Winter. Sie ist hip und gruslig, die Eisdisco der KSS.

Wenn die Zamboni kommt, ruft der glühwein.

Die Scheinwerfer kündigen schon von weitem an, dass auf der Breite der Eisbär steppt. Je näher man der KSS kommt, desto stärker vibrieren die Schneeflocken in der Luft. Dann gerät auch die spektakuläre Lichtshow ins Blickfeld. Die Teenies drehen ihre Runden auf dem Eis, der Bass wummert. Die Eisdisco der KSS ist wohl die älteste und erfolgreichste Party-Reihe in der Schaffhauser Disco-Szene. Ein Muss für alle PartygängerInnen. Wir wagen es nach langer Eispause wieder aufs Feld.

Trotz des Schneeeinbruchs lassen sich die rund fünfzig DancerInnen auf Kufen nicht davon abhalten, ausgelassen auf dem Eisfeld zu feiern. Es ist der Party-Nachwuchs, der sich auf der Breite eingefunden hat. Die unverbrauchten, jungen SchaffhauserInnen lassen es auf dem Eis so richtig krachen: Sie drehen unablässig ihre Runden, bis einem ganz schwindlig wird – was auch mit dem Glühwein zusammenhängen könnte, den wir zur Einstimmung in der Chillout-Location, dem «Time-Out», an der Seite des Eisfeldes reingehauen haben.

Aus den Boxen dröhnt der heisse, brandneue Winterhit «Umbrella» von Rihanna. Davor war irgendein anderes Popsternchen der Gegenwart zu hören. Ein Musikkonzept gibt es nicht, gesteht uns der DJ, der in seinem Häuschen gegenüber der Time-Out-Bar residiert. Er selber steht auf Hip-Hop und Deep House, gewünscht werde aber Ariana Grande, Rihanna oder Beyoncé.

Trotzdem steht der Resident-DJ schon seit fünf Jahren hinter dem Pult, oder genauer, seinem Mac. «Ich bin durch einen Kollegen zu diesem Job gekommen», sagt er. «Ich finde die Eisdisco schon eine gute Sache.» Wir verlangen nach einem Selfie und fragen nach, ob er dies als Sprungbrett für noch grössere Engagements sieht. «Das will ich gar nicht», sagt er trocken.

Es gibt keinen Glühwein beim DJ

«Bitte das Eisfeld verlassen», gibt der Party-Meister durch die Lautsprecher bekannt. Die Zamboni, die Eisbearbeitungsmaschine, nähert sich dem Eisfeld. Wir entscheiden uns für eine Auszeit. Im DJ-Häuschen gibt’s nicht nur Snacks, sondern auch Glühwein – dachten wir zumindest. Die Zettel, mit der die Hütte vollgetackert ist, sind aber von irgendeinem anderen Anlass, klärt uns der DJ auf. Wir erreichen gerade noch die Time-Out-Bar, bevor die Zamboni übers Feld rutscht und das Eis die bunte Lichtshow erneut in glamourösem Glanz widerspiegelt.

Wir sind wieder auf dem Eis. Die Party wird allerdings nicht ausgelassener. Es gibt weder Pärchenfangis, noch formieren sich RaucherInnengrüppchen an den Banden. Das sei früher anders gewesen, als die Zäune noch nicht nahtlos und weniger gut bewacht gewesen seien, hatte uns der DJ vorhin noch berichtet. «Heute sind die Bänkli unterbesetzt.» Alles läuft in geregelten Bahnen. Hypnotisch drehen die Teenies ihre Runden, immer im Gegenuhrzeigersinn. Kreisverkehr in Reinform.

Plötzlich stellt sich uns ein Pinguin in den Weg und starrt uns grimmig mit seinen grossen blauen Augen an. Sein langer Schatten tanzt im psychedelischen Farbreigen. Sein sturer Blick verbietet uns die Weiterfahrt. Von den Eisbären, die eigentlich in der Überzahl sind, ist keiner mehr zu sehen.

Der Pinguin (links) und das obligate selfie der Lappi-Crew mit Sevik, dem DJ ohne DJ-Namen.

Die Jungen sind faul geworden

Wir vergessen alle Regeln und flüchten im Uhrzeigersinn zum DJ und fragen nach, was es mit diesen Eisbären und Pinguinen auf sich hat. «Die sind für die Kinder, damit sie fahren lernen können», sagt er. Wir sind von dieser Antwort nicht überzeugt. Wir wollen wissen, ob er denn eher ein Pinguin oder ein Eisbär sei. «Ein Eisbär», sagt er bestimmt und wir sind erleichtert.

Wir wollen mehr wissen und fragen nach einschneidenden Erlebnissen, er erzählt von Schlägereien, die es früher gegeben habe. «Es hatte mehr 16 bis 18-Jährige. Die sind heute zuhause und faul geworden.» Wir heben den Altersdurchschnitt erheblich, sind aber nicht ganz die Ältesten auf dem Eis. Zamboni. Glühwein.

Der Pinguin ist nicht mehr zu sehen. Dafür machen wir eine schreckliche Entdeckung. Die Eisbären sind alle an eine Hauswand gekettet – mit dem Gesicht zur Wand. Wir haben keine Ahnung, was das bedeuten soll und drehen beunruhigt im Gegenuhrzeigersinn ab.

Die Disco-Crowd ist mittlerweile kleiner geworden, erschreckend klein. Der Sound hat gewechselt, jetzt hallt Dub-Step übers Eis. Nur die Lichtshow ist wild geblieben, so wie es sich für eine  Disco gehört. Noch ist nicht Feierabend, doch die Eisfläche ist schon fast leer. Vielleicht vertreibt der Schnee die Leute. Die Zamboni kommt auch nicht mehr. Glühwein. Fussschmerzen.

Kaum ein Dutzend Teenies sind noch übrig geblieben, aber sie sind immer noch auf den Kreisverkehr konzentriert. Gespenstisch durchhaltewillig. Wir wollen uns in die Kabine in Sicherheit bringen – da steht er wieder. Der Pinguin. Er glotzt uns an und breitet seine Flügelchen aus. Man kann nicht genau erkennen, ob er hinterhältig grinst oder die blanke Wut aus seinen Augen spricht. Zum Glück haben wir uns genug Mut angetrunken.

Wir nehmen unsere letzten Kräfte zusammen, holen Anlauf und versuchen, dem Pinguin zu entkommen. Doch einem Pinguin in seinem Element entkommt man nicht. Ein Mitglied der Redaktion fehlt, als wir den Schritt auf den Korkboden machen. Dahingerafft vom blauäugigen Eismonster. Uns wird klar, weshalb die Teenies so schnell weg waren.

Dass die Eisdisco nicht mehr von ihnen überlaufen wird, ist deshalb sicher nicht die Schuld der Organisatoren. Die Crowd wird nunmal kleiner, wenn ein Pinguin gefüttert werden muss. Urteil: Grossartiges Disco-Vergnügen, aber nichts für schwache Gemüter.

Die Eisbären sind angekettet und ihrer freiheit beraubt: es ist Pinguinland, das seine Opfer fordert.

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Neuer bauernschlauer Lappi

Der Lappi-Saat ist ausgebracht. Die neue Ausgabe ist in den Kiosken an der Vorstadt, am Löwengässchen und an der Schifflände sowie im Bücherschoch, im Bücherfass, im Lieblings und im Neustadt-Lade erhältlich. Du kannst das Magazin aber auch gleich hier Abonnieren.

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Kommentare

Nein

thomas leuzinger und marlon rusch sagen «Nein».

2016, der Lappi geht ins verflixte siebte Jahr. Trotzdem müssen wir immer wieder feststellen, dass es einige unser Magazin betreffende Missverständnisse gibt, die sich hartnäckig halten. Damit wollen wir hiermit ein für allemal aufräumen:

NEIN, wir sind nicht die AL. Der Lappi startete zwar im Jahr 2009 als Projekt der AL, wird aber seit 2011 von einem eigenständigen, vernünftigen Verein herausgegeben.

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Dum-di-dumm-di-Dumping

Mattias Greuter würde lieber die Regierung dumpen.

Mit der Unternehmenssteuerreform III beugt sich der Bundesrat dem Druck der OECD und macht den Steuerprivilegien für Holding-, Domizil- und gemischte Gesellschaften ein Ende. Die Schweiz darf nicht länger eine Steueroase für sympathische Konzerne wie Glencore (Zug) und Walmart (Schaffhausen) sein. In Schaffhausen zahlen die internationalen Champions der Steueroptimierung nur rund halb so viel wie «normale» Firmen. Und dabei sind andere Steuergeschenke, welche die Wirtschaftsförderung Ansiedlungswilligen auch weiterhin vermitteln wird, noch nicht einmal eingerechnet.

Nach der Unternehmenssteuerreform III wird es in jedem Kanton einen einheitlichen Steuersatz für alle Unternehmensformen geben. Travail Suisse befürchtet, dass sich dadurch der Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen noch verschärft. Das ist schon jetzt Tatsache – Jahre, bevor die Reform in Kraft treten soll. Mehrere Kantone kündeten Steuersätze an, die zu den tiefsten Europas gehören. Ganz vorne dabei: Schaffhausen. Sie setzen damit alle anderen Kantone unter Druck, nachzuziehen.

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Satire

Angst vor der Angstmacherei

Experten sprechen von einer neuen Angsterkrankung: Die Timorcampagna-Phobie betrifft immer mehr Menschen, die sich wegen zahlreicher Angstkampagnen kaum mehr aus dem Haus trauen.

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Ein Mythos im Umbau

Vor siebenhundert Jahren kam es zur ersten Schlacht zwischen den Eidgenossen und den Habsburgern. Morgarten hatte lange Zeit, um zum Gründungsmythos zu reifen.

Dieses Jahr feiert Helvetia einiges. 1815 wurden die Grenzen neu gezogen, 1515 blutete die Eidgenossenschaft in Marignano, 1415 eroberte man den Aargau, und 1315 – vor 700 Jahren – fielen zwölf tapfere Schwyzer und Zuger in der Morgartenschlacht. Eine Handvoll Bauern, so die Legende, raffte 2000 Reiter aus dem Hause Habsburg dahin.

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Aufzeichnungen aus dem Kesslerloch

Ein Insider hat dem Lappi einen Mitschnitt der Geheimkonferenz des Komitees gegen die Energiewende zugespielt. Wir haben die Diskussion für dich transkribiert.

Die Elite der bürgerlichen Parteien Schaffhausens hat sich fernab der Öffentlichkeit in die hinterste Ecke des Kesslerlochs verkrochen, denn die Zeiten sind hart. Nichts Geringeres als die Energiewende gilt es zu verhindern. Diese soll am 8. März mit der Abstimmung über erste Massnahmen eingeleitet werden. Dass sie sich in eine kalte Höhle zurückgezogen haben, hat seinen Grund: es soll ein Mahnmal darstellen für die widrigen Lebensumstände, die sie bei der Annahme der Vorlage erwarten würden.

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Under Construction

Diese Website befindet sich noch immer im Aufbau. Es werden stetig neue Artikel und hin und wieder auch neue Funktionen hinzugefügt. Für Vorschläge und Hinweise auf Fehler sind wir dankbar! Bitte senden an .

Musikausgabe Nr. 3 ist da

Musikausgabe 1Die dritte Musikausgabe ist thematisch digital, aber analog zu haben. Wenn Du die Lappi-Ausgaben nicht verpassen willst, löst Du am besten ein Abonnement.

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Lappi-Tweets

Kolumnen

Wenn Vollbananen planen

jürg odermatt ist Musiker, Journalist und Ex-Schaffhauser.

Odi motzt

Wohl kein Zufall: «Verfaulte Geschichten», das Blog zu Schaffhauser Politik, Kultur, Medien und dem ganzen Rest, entstand, während seine Initianten/Betreiber – Chrigi Erne und meinereiner – im Winterthurer Exil lebten. Mit etwas Distanz sieht man die Verstrickungen, Verrenkungen, Verblasenheiten in der «Haamet» immer wäng anders.

Mittlerweile lebe ich seit vier Jahren in Winterthur und komme mir, was Schaffhausen betrifft, langsam vor wie jener Onkel, den man nur an grossen Familienfesten sieht und der dann jeweils findet: Heiei, sind die Kinder aber gewachsen!

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«Fussballbelegschaft» – ist das Euer Ernst?

marcel montanari ist Kantonsrat der Jungfreisinnigen.

Monti optimiert

Geschlechtergerechte Sprache ist ein Anliegen, das sich verschiedene Kreise auf die Fahne geschrieben haben. Auch die SP Schweiz will gemäss ihrem Parteiprogramm (S. 60) für eine geschlechtergerechte Sprache einstehen, welche Frau und Mann gleichermassen erwähnt. Doch warum das Ganze? Das Problem ist hausgemacht! Erst als selbsternannte Feministen-/Innen anfingen, Zweifel zu streuen, wer bei welchen Formulierungen gemeint sei, ging die Verwirrung los.

Vorher war allen klar, dass jede Funktion von weiblichen und/oder männlichen Wesen wahrgenommen werden kann. Dies gilt für alle generischen Begriffe wie Lehrer, Musiker, Künstler etc. Trotzdem konnte das Pseudoproblem heraufstilisiert werden. Sogar die Schweizerische Bundeskanzlei hat nun Angst, dass, wenn nicht permanent Mann und Frau explizit genannt werden, «die Präsenz der Frauen verschleiert» werde. Die Frauen könnten erst sprachlich und schliesslich sozialkognitiv «unsichtbar werden». Deshalb müsse nun die Frau sichtbar gemacht werden.

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