Kurzmeldungen

  • Kriegserklärung an die Kammgarn 18.11.2016

    Die Schaffhauser Jungfreisinnigen wollen die Kultur in der Stadt an die Wand fahren. Grossstadtratskandidat Alain Illi will die Kultursubventionen an die Kammgarn am liebsten komplett streichen. Er sagt heute in den «Schaffhauser Nachrichten»: «Die Kammgarn sollte privat finanziert sein». Illi...

    weiter

  • Knatsch zwischen SVP und Naturpark 03.11.2016

    Politiker aus SVP, EDU und Jungfreisinnigen haben ein Flugblatt «Nein zum Regionalen Naturpark» verschickt. Der Naturpark nimmt Stellung und vergleicht die Absender mit einer Sekte. Im Flugblatt erheben die SVP-Politiker Walter Hotz, Mariano Fioretti und Samuel Erb sowie Andreas Schnetzler (EDU)...

    weiter

  • Lappi schlägt Kantonsrat vor Gericht 31.10.2016

    Protokolle von Kommissionen des Schaffhauser Kantonsrats dürfen bereits vor allfälligen Volksabstimmungen von jeder Person eingesehen werden. Das hat das Schaffhauser Obergericht entschieden. Der Lappi und Claudio Kuster hatten vor den Abstimmungen über das Kantonsspital und die Strukturreform im Februar 2016...

    weiter

  • Neuhausen: AL will ins Parlament 12.10.2016

    Die Alternative Liste Schaffhausen (AL) tritt erstmals zu den Wahlen ins Neuhauser Gemeindeparlament an. Wie die Gemeinde mitteilt, wollen insgesamt sieben Parteien in den Einwohnerrat. Neben der AL sind das SVP, SP, FDP, ÖBS, CVP und EDU. Die Grünliberalen treten nicht an. Stärkste Partei im...

    weiter

  • Kantonsratswahl: AL verliert Fraktionsstärke 26.09.2016

    Mit Abstand stärkste Partei im Kanton Schaffhausen bleibt die SVP. Sie holt mit allen Listen zusammen 21 Sitze im Schaffhauser Kantonsrat, einen mehr als bisher. Dahinter bleibt die SP mit unverändert 14 Sitzen zweitstärkste Partei. Die FDP verliert wegen ihrer Jungpartei einen Sitz und schickt ab...

    weiter

aktuell

Entscheidender Zählfehler

Die Stimmenzähler im Schaffhauser Kantonsrat haben erneut einen Fehler gemacht. Dieses Mal war er entscheidend: Ohne den Fehler wäre der Rat auf die Vorlage zum Verordnungsveto eingetreten. Eine elektronische Abstimmungsanlage ist wichtiger denn je.

Seit Beginn des Jahres filmt Hinterzimmerpolitik.ch alle Sitzungen des Schaffhauser Kantonsrats. Unser Ziel: Wir wollen wissen, wer wie abstimmt, und transparenz schaffen. Zu unserer eigenen Überraschung häuften sich sofort die Zählfehler. Wenn die Kantonsratsmitglieder aufstehen und die Stimmenzähler zählen, passieren Fehler (siehe: «Erneut Zählfehler im Kantonsrat» und «Wir schaffen Transparenz»). Diese Fehler waren nicht entscheidend, weil sie nicht bei knappen Abstimmungen passierten – bis jetzt.

weiter

Der gläserne Politiker

Foto: Peter Pfister

Wir bekämpfen Hinterzimmerpolitik und Geheimniskrämerei im Schaffhauser Kantonsrat mit einer Volksmotion

ESH4-Debatte im Kantonsrat am 11. Januar 2016: Drei Kantonsräte enthalten sich bei 5 von 22 Abstimmungen der Stimme. Sind es wankelmütige Mittepolitiker oder zweifelnde Freisinnige, die bei fünf Sparmassnahmen weder Ja noch nein sagen? Nein, es sind drei Linke: die SP-Kantonsräte Matthias Freivogel und Peter Neukomm sowie Urs Capaul (ÖBS).

Wir wissen das, weil wir die Abstimmungen im Schaffhauser Kantonsrat gefilmt und ausgewertet haben. Ausser uns weiss das keiner. Und das ist ein Fehler.

weiter

Verraten und verkauft

Foto: Peter Pfister

Die Schaffhauser Regierung will das Kantonsspital verkaufen, weil sie das Geld für einen Neubau verprasst hat – für Steuersenkungen. Ein Drama in fünf Akten.

Es ist eine Kapitulation. Der Schaffhauser Regierungsrat sieht den Kanton nicht in der Lage, selber einen Neubau des Kantonsspitals zu finanzieren. Rund 200 Millionen Franken wären dafür nötig. Geld, das der Kanton nicht hat – zumindest laut Regierung. Darum will sie das marode Spital auf dem Geissberg an die öffentlich-rechtliche Anstalt «Spitäler Schaffhausen» abgeben. Die Führung der Spitäler Schaffhausen, der fünfköpfige Spitalrat, würde damit die Kompetenz erhalten, den 200 Millionen Franken teuren Neubau selbst in die Hand zu nehmen und könnte auch zukünftige bauliche Entscheide selbst treffen. Am 28. Februar wird das Schaffhauser Volk darüber abstimmen.

weiter

Die Wirtschaftsförderer Marcus Cajacob und Patrick Schenk erklären, mit welchen Argumenten sie internationale Konzerne nach Schaffhausen bringen und wie sie auch ohne «Paradies»-Kampagne ZuzügerInnen anlocken wollen.

marcus cajacob begann seine Karriere bei der Cilag, ist diplomierter Ingenieur und als Projektleiter der Wirtschaftsförderung für die Ansiedlung von Firmen verantwortlich. patrick schenk hat nach der Matura an der Universität St. Gallen Ökonomie studiert und ist bei der Generis AG mit der Leitung von Regional- und Standortentwicklungsprojekten betraut.

Marcus Cajacob und Patrick Schenk, Sie beide sind Familienväter. Ist Schaffhausen attraktiv genug für Familien?

Schenk: Ja, denn Schaffhausen ist eine Stadt mit vielen Angeboten und von einer attraktiven Landschaft umgeben. Eine grosse Stärke ist der bezahlbare Wohnraum. Die Schulen sind gut, obwohl es sicher Optimierungspotenzial gibt.

Von jungen Eltern hört man aber auch Kritik, weil Schaffhausen bei familienergänzenden Strukturen im Hintertreffen ist. Setzt sich die Wirtschaftsförderung hier für eine Verbesserung ein?

Cajacob: Wir haben das über Jahre gefordert, aber es ist letztlich ein politischer Entscheid und auch eine Frage des Geldes.

Schenk: Das wird wohl noch Zeit brauchen, solche Entwicklungen dauern in Schaffhausen etwas länger als in Zürich oder Basel mit grösseren urbanen Strukturen.

Cajacob: Das Einführen von Tagesstrukturen wäre aber eigentliches Wohnortmarketing. Gute Angebote in diesem Bereich tragen zur Attraktivität bei – neben anderen Faktoren und dem allgemeinen Image der Region. Lange sagte man ja, Schaffhausen habe kein Image.

Dieses Image hat man während sechs Jahren mit der «Paradies»-Kampagne zu schaffen versucht – nun sind die Mittel für diese Kampagne gestrichen. Wie können Sie ohne finanzielle Mittel NeuzuzügerInnen anlocken?

Schenk: Die breite Werbung gegen aussen wurde eingestellt, aber das heisst nicht, dass wir im Wohnortmarketing nicht mehr aktiv sein können. Beispielsweise mit Newslettern oder der Mitorganisation von Sprungbrettevents für Hochschulabsolventen können wir weiterhin Leute erreichen – allerdings eher bestimmte Zielgruppen und nicht mehr die breite Öffentlichkeit.

«Ich kenne keine Schwäche»

Cajacob: Ausserdem sorgen wir dafür, dass Relocation-Firmen den Kanton Schaffhausen besser kennen, damit sie Neuzuzüger in der Wohnungssuche optimal begleiten und unterstützen können.

Reicht das, um den gesetzlichen Auftrag zu erfüllen, die Vorzüge Schaffhausens überregional bekannt zu machen?

Cajacob: Neben dem gesetzlichen Auftrag gibt auch der finanzielle Spielraum den Umfang unserer Tätigkeit vor. Bis das Kantonsbudget gemacht ist, wissen wir jeweils nicht, wie viel Geld wir im nächsten Jahr zur Verfügung haben. Wegen des Budgetreferendums wissen wir nicht einmal, was für 2015 gilt.

Sprechen wir über eine Kernaufgabe der Wirtschaftsförderung: Das Ansiedeln von Unternehmen. Welches sind die zentralen Vorteile der Region, die Sie einer Firma anpreisen?

Cajacob: Ein Standort in der Schweiz mit ihrer politischen Stabilität, die Nähe zum Flughafen und ein Wohnort, für den internationale Mitarbeiter gefunden werden können.

Nun haben Sie die tiefe Steuerbelastung nicht erwähnt.

Cajacob: In diesem Punkt sind wir auch nicht mehr so attraktiv wie früher. Andere Kantone haben uns überholt und wir befinden uns in der zweiten Hälfte der Rangliste.


Nach einem entsprechenden Vorstoss des damaligen SP-Kantonsrates Hans-Jürg Fehr beschloss der Kanton Schaffhausen 1997 die schaffung einer wirtschaftsförderungsstelle. Dieses Mandat wird seither von der Generis AG übernommen, die dafür vom Kanton jährlich 3,2 Millionen Franken zur Verfügung hat. Sie versteht ihre Aufgabe als «Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft». Die Leitung der Wirtschaftsförderung wird am 1. Mai von Thomas Holenstein an Christoph Schärrer übergeben.

Welches ist die grösste Schwäche?

Schenk: Die Mutlosigkeit der Gesellschaft, Visionen zu wagen und Neues zu ermöglichen.

Cajacob: Der Munot könnte heute nicht mehr gebaut werden.

Marcus Cajacob, was ist für Sie die grösste Schwäche?

Cajacob: Eine wirkliche Schwäche kenne ich nicht. Das hat aber vielleicht auch mit meinem Job zu tun: Ich vermarkte Schaffhausen seit 15 Jahren als Wirtschafts- und Wohnstandort und sehe deshalb, dass wir gut positioniert sind.

Wie muss man sich die Verhandlungen zwischen der Wirtschaftsförderung und einer anzusiedelnden Firma vorstellen?

Cajacob: In den meisten Fällen geht der Kontakt von einer internationalen Firma aus, die in Europa etwas neues aufbauen oder ihre Kosten reduzieren will. Diese Firmen geben einem Berater den Auftrag, verschiedene Standorte zu evaluieren. Zu unserem Job gehört es deshalb, sicherzustellen, dass diese Berater den Standort Schaffhausen kennen und wissen, dass eine Ansiedlung hier unkompliziert funktioniert. Wenn die Vertreter einer Firma dann nach Schaffhausen kommen, müssen wir sie in wenigen Stunden oder sogar Minuten vom Standort überzeugen.

Können Sie in einem solchen Gespräch eine Steuererleichterung oder einen Steuererlass in die Waagschale werfen? Schliesslich entscheiden nicht Sie, sondern der Regierungsrat darüber.

«Konzerne in wenigen Minuten überzeugen»

Cajacob: Grundsätzlich ja – aber natürlich nur unter Vorbehalt eines positiven Regierungsbeschlusses. Wenn das Projekt die gesetzlichen Bedingungen erfüllt, kann die Wirtschaftsförderung bei der Regierung einen Antrag auf eine Steuererleichterung stellen, die zehn, fünfzig oder in Extremfällen sogar hundert Prozent auf den Gemeinde- und Kantonssteuern betragen kann.

Heisst die Regierung Ihre Anträge gut, oder werden Sie manchmal zurückgepfiffen?

Cajacob: Bisher wurde allen Anträge auf Steuererleichterungen, die wir gestellt haben, entsprochen. Das hat vor allem damit zu tun, dass wir mit dem Volkswirtschaftsdirektor Ernst Landolt Vorgespräche führen und die nötigen gesetzlichen Voraussetzungen für mögliche Steuererleichterungen kennen.

Eine Firma kann für bis zu zehn Jahre von den Unternehmenssteuern befreit werden, wenn sie sich verpflichtet, danach während weiteren zehn Jahren Steuern zu zahlen. Weil nur der Gewinn besteuert wird, können internationale Konzerne eine defizitäre Firma aufkaufen, so dass kein Gewinn entsteht und weiterhin keine Steuern gezahlt werden müssen.

Cajacob: Ob das so einfach geht, ist fraglich. Es ist aber eine wirtschaftliche Realität,  dass manche Firmen keine Gewinne verzeichnen. In den Leistungsvereinbarungen mit den Firmen ist deshalb immer auch eine Anzahl Vollzeitarbeitsplätze festgeschrieben, welche auch nach Ende der Steuererleichterung erhalten werden müssen. Die Region profitiert also auch wenn keine Gewinnsteuern anfallen.

Es ist schon vorgekommen, dass sich in der Staatskasse plötzlich ein grosses Loch aufgetan hat, weil mehrere grosse Firmen gleichzeitig und überraschend keinen Gewinn mehr verzeichneten. Grosse Steuereinnahmen können also ohne Vorwarnung wegfallen – eine Gefahr?

Cajacob: Ich sehe das nicht als Gefahr, sondern das entspricht dem grundlegenden System der Unternehmenssteuern. Keine Firma weiss am Anfang des Jahres, ob sie Gewinn einfahren wird.

Schenk: Und dieses Risiko besteht auch bei Unternehmen, die schon lange hier sind.

Cajacob: Dazu kommt, dass es mehrere Jahre dauern kann, bis die definitive Veranlagung für eine Firma vorliegt – ich staune, dass ein Kanton überhaupt Unternehmenssteuern einplanen kann.

Wäre es nicht sicherer und nachhaltiger, auf KMU und produzierende Unternehmen zu setzen, als auf die Headquarters internationaler Konzerne?

Cajacob: Als Ingenieur ist es mein höchstes Ziel, Produktionsunternehmen in Schaffhausen anzusiedeln. Aber wenn eine Firma heute einen neuen Produktionsstandort eröffnet, dann fast immer in Osteuropa oder in Asien, weil die Kosten in der Schweiz einfach zu hoch sind. Selbst Georg Fischer und SIG haben in den Neunzigern Teile ihrer Produktion ins Ausland verlagert und auch die Medizinaltechnikfirma Abbot hat ihren Produktionsstandort Standort in Beringen aus Kostengründen geschlossen und ihre Produktion in Puerto Rico ausgebaut.

Schenk: Ausserdem ist der Beitrag der KMU an die Unternehmenssteuereinnahmen im Vergleich zu dem, was die grossen Konzerne zahlen, relativ klein.

Wie viele Firmen profitieren derzeit von einer Steuererleichterung?

«35 Firmen haben Steuererleichterungen»

Cajacob: Mit Steuererleichterungen sind wir sehr restriktiv. Per Ende 2013 liefen insgesamt 35 Leistungsvereinbarungen zu Steuererleichterungen und 2014 kam keine weitere Firma dazu. Die Schweiz sendet Unsicherheit aus, das schadet unserer Attraktivität. Niemand kann abschätzen, wie gross die Steuerbelastung in fünf Jahren sein wird, und die Abstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative hat uns massiv geschadet.

Gleichzeitig führt die Tätigkeit der Wirtschaftsförderung direkt zu mehr Zuwanderung. Gibt das nicht ein grosses Problem, wenn die Masseneinwanderungsinitiative umgesetzt werden muss?

Cajacob: Ich vertraue darauf, dass die Schweiz clever genug ist, möglichst keine Kontingente einzuführen. Wenn man aufzeigen kann, dass die Arbeitslosigkeit tief ist und man die Arbeitskräfte braucht, wird die Schweiz bei der Zuwanderung den Hahn kaum zudrehen.

Sie sagten, die Attraktivität Schaffhausens im Steuerwettbewerb habe abgenommen, dieser Vorteil sei weg. Die über lange Zeit tiefe Steuerbelastung hat aber dazu geführt, dass der Kanton Schaffhausen im interkantonalen Finanzausgleich zum Geberkanton wurde, weil er sein Steuerpotenzial nicht ausschöpft. Tiefe Steuern und Steuererleichterungen kosten den Kanton also Geld.

Cajacob: Wir müssen den gesamten volkswirtschaftlichen Kontext sehen: Durch Firmenansiedlungen konnten über 3000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Diese Arbeitnehmer zahlen auch Steuern. Wenn man auf den grossen Rückgang von Arbeitsstellen vor 20 Jahren nicht reagiert hätte, wäre die Arbeitslosigkeit über Jahre hoch geblieben und uns würden heute bedeutende Steuereinnahmen von Firmen und Privaten fehlen. Mittlerweile blicken Wirtschaftsförderer aus anderen Kantonen etwas neidisch nach Schaffhausen, denn wir sind seit Jahren der Benchmark für Wirtschaftsförderung. Im Verhältnis zur Grösse des Kantons hatten wir am meisten Erfolg.

«Wir hatten am meisten Erfolg»

Schenk: Es ist auch ein Vorteil, dass bei der Schaffhauser Wirtschaftsförderung zum Teil seit 15 Jahren die gleichen Personen Ansprechpartner sind, das trägt zu einem grossen Vertrauen bei und ist wohl ein Erfolgsfaktor.

Schaffhausen hat die beste Wirtschaftsförderung der Schweiz?

Cajacob: Das hört man zumindest von anderen Wirtschaftsförderern und von der überregionalen Marketingorganisation Greater Zurich Area. Meine Berufskollegen aus anderen Kantonen staunen darüber, dass wir Firmen wie John Deere, Groupon und Tyco nach Schaffhausen holen konnten und fragen mich: Wie macht ihr das?

Und, wie machen Sie es? Stellen Sie sich vor, ich bin der Vertreter eines internationalen Konzerns und auf der Suche nach einem Standort für mein Headquarter. Wie überzeugen Sie mich?

Cajacob: Ich bringe Sie möglichst rasch mit Vertretern anderer Schaffhauser Multinationals zusammen und besuche mit Ihnen eine der grossen Firmen, die schon hier sind. So muss ich Ihnen nicht alle Vorteile selber schildern, sondern sie hören sie von Leuten mit ähnlichen Interessen.

Die Verhandlung findet aber mit Ihnen statt, was ist Ihr bestes Argument?

Cajacob: (überlegt länger). Was Sie vorhaben, funktioniert in Schaffhausen. Dafür garantiere ich.

Kommentar schreiben

Die Kommentare werden von uns überprüft, bevor sie angezeigt werden. Kommentare mit unbegründeten Beleidigungen, rassistischen Äusserungen sowie Spam und Werbung werden von uns nicht freigeschaltet.

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


Sicherheitscode
Aktualisieren

Neuer bauernschlauer Lappi

Der Lappi-Saat ist ausgebracht. Die neue Ausgabe ist in den Kiosken an der Vorstadt, am Löwengässchen und an der Schifflände sowie im Bücherschoch, im Bücherfass, im Lieblings und im Neustadt-Lade erhältlich. Du kannst das Magazin aber auch gleich hier Abonnieren.

Anzeige
Anzeige

Kommentare

Nein

thomas leuzinger und marlon rusch sagen «Nein».

2016, der Lappi geht ins verflixte siebte Jahr. Trotzdem müssen wir immer wieder feststellen, dass es einige unser Magazin betreffende Missverständnisse gibt, die sich hartnäckig halten. Damit wollen wir hiermit ein für allemal aufräumen:

NEIN, wir sind nicht die AL. Der Lappi startete zwar im Jahr 2009 als Projekt der AL, wird aber seit 2011 von einem eigenständigen, vernünftigen Verein herausgegeben.

weiter

Dum-di-dumm-di-Dumping

Mattias Greuter würde lieber die Regierung dumpen.

Mit der Unternehmenssteuerreform III beugt sich der Bundesrat dem Druck der OECD und macht den Steuerprivilegien für Holding-, Domizil- und gemischte Gesellschaften ein Ende. Die Schweiz darf nicht länger eine Steueroase für sympathische Konzerne wie Glencore (Zug) und Walmart (Schaffhausen) sein. In Schaffhausen zahlen die internationalen Champions der Steueroptimierung nur rund halb so viel wie «normale» Firmen. Und dabei sind andere Steuergeschenke, welche die Wirtschaftsförderung Ansiedlungswilligen auch weiterhin vermitteln wird, noch nicht einmal eingerechnet.

Nach der Unternehmenssteuerreform III wird es in jedem Kanton einen einheitlichen Steuersatz für alle Unternehmensformen geben. Travail Suisse befürchtet, dass sich dadurch der Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen noch verschärft. Das ist schon jetzt Tatsache – Jahre, bevor die Reform in Kraft treten soll. Mehrere Kantone kündeten Steuersätze an, die zu den tiefsten Europas gehören. Ganz vorne dabei: Schaffhausen. Sie setzen damit alle anderen Kantone unter Druck, nachzuziehen.

weiter

Satire

Angst vor der Angstmacherei

Experten sprechen von einer neuen Angsterkrankung: Die Timorcampagna-Phobie betrifft immer mehr Menschen, die sich wegen zahlreicher Angstkampagnen kaum mehr aus dem Haus trauen.

weiter

Ein Mythos im Umbau

Vor siebenhundert Jahren kam es zur ersten Schlacht zwischen den Eidgenossen und den Habsburgern. Morgarten hatte lange Zeit, um zum Gründungsmythos zu reifen.

Dieses Jahr feiert Helvetia einiges. 1815 wurden die Grenzen neu gezogen, 1515 blutete die Eidgenossenschaft in Marignano, 1415 eroberte man den Aargau, und 1315 – vor 700 Jahren – fielen zwölf tapfere Schwyzer und Zuger in der Morgartenschlacht. Eine Handvoll Bauern, so die Legende, raffte 2000 Reiter aus dem Hause Habsburg dahin.

weiter

Aufzeichnungen aus dem Kesslerloch

Ein Insider hat dem Lappi einen Mitschnitt der Geheimkonferenz des Komitees gegen die Energiewende zugespielt. Wir haben die Diskussion für dich transkribiert.

Die Elite der bürgerlichen Parteien Schaffhausens hat sich fernab der Öffentlichkeit in die hinterste Ecke des Kesslerlochs verkrochen, denn die Zeiten sind hart. Nichts Geringeres als die Energiewende gilt es zu verhindern. Diese soll am 8. März mit der Abstimmung über erste Massnahmen eingeleitet werden. Dass sie sich in eine kalte Höhle zurückgezogen haben, hat seinen Grund: es soll ein Mahnmal darstellen für die widrigen Lebensumstände, die sie bei der Annahme der Vorlage erwarten würden.

weiter

Under Construction

Diese Website befindet sich noch immer im Aufbau. Es werden stetig neue Artikel und hin und wieder auch neue Funktionen hinzugefügt. Für Vorschläge und Hinweise auf Fehler sind wir dankbar! Bitte senden an .

Musikausgabe Nr. 3 ist da

Musikausgabe 1Die dritte Musikausgabe ist thematisch digital, aber analog zu haben. Wenn Du die Lappi-Ausgaben nicht verpassen willst, löst Du am besten ein Abonnement.

Anzeige

Lappi-Tweets

Kolumnen

Wenn Vollbananen planen

jürg odermatt ist Musiker, Journalist und Ex-Schaffhauser.

Odi motzt

Wohl kein Zufall: «Verfaulte Geschichten», das Blog zu Schaffhauser Politik, Kultur, Medien und dem ganzen Rest, entstand, während seine Initianten/Betreiber – Chrigi Erne und meinereiner – im Winterthurer Exil lebten. Mit etwas Distanz sieht man die Verstrickungen, Verrenkungen, Verblasenheiten in der «Haamet» immer wäng anders.

Mittlerweile lebe ich seit vier Jahren in Winterthur und komme mir, was Schaffhausen betrifft, langsam vor wie jener Onkel, den man nur an grossen Familienfesten sieht und der dann jeweils findet: Heiei, sind die Kinder aber gewachsen!

weiter

«Fussballbelegschaft» – ist das Euer Ernst?

marcel montanari ist Kantonsrat der Jungfreisinnigen.

Monti optimiert

Geschlechtergerechte Sprache ist ein Anliegen, das sich verschiedene Kreise auf die Fahne geschrieben haben. Auch die SP Schweiz will gemäss ihrem Parteiprogramm (S. 60) für eine geschlechtergerechte Sprache einstehen, welche Frau und Mann gleichermassen erwähnt. Doch warum das Ganze? Das Problem ist hausgemacht! Erst als selbsternannte Feministen-/Innen anfingen, Zweifel zu streuen, wer bei welchen Formulierungen gemeint sei, ging die Verwirrung los.

Vorher war allen klar, dass jede Funktion von weiblichen und/oder männlichen Wesen wahrgenommen werden kann. Dies gilt für alle generischen Begriffe wie Lehrer, Musiker, Künstler etc. Trotzdem konnte das Pseudoproblem heraufstilisiert werden. Sogar die Schweizerische Bundeskanzlei hat nun Angst, dass, wenn nicht permanent Mann und Frau explizit genannt werden, «die Präsenz der Frauen verschleiert» werde. Die Frauen könnten erst sprachlich und schliesslich sozialkognitiv «unsichtbar werden». Deshalb müsse nun die Frau sichtbar gemacht werden.

weiter