Hintergrund

Erst als ein fremder Herrscher die Schweiz besetzte, wurden Religionsfreiheit und gemischtkonfessionelle Ehen möglich.

1798 marschierte Napoleon mit seinen Truppen in der Schweiz ein. Die französische Besetzung legte die Grundlagen für einen modernen Staat und durch die Übergabe der Schulen von der Kirche an den Staat auch für ein modernes Bildungssystem.

Die ersten Entwicklungen hin zu einer säkularisierten Schweiz nahmen aber schon viel früher ihren Anfang. Nämlich als direkte Folge der ersten Kriege zwischen den Konfessionen. Im zweiten Kappeler Landfrieden von 1531 erhielten die souveränen Kantone (unter ihnen auch Schaffhausen) erstmals das Recht, ihre Konfession zu wählen. Eine Wahl, die für alle EinwohnerInnen verbindlich war. Katholische und reformierte Kantone stritten jedoch weiter um ihren Einfluss in den gemeinsam eroberten Gebieten.

Die Verflechtungen zwischen Kirche und Staat sind in der Schweiz vielfältig. Neben den rechtlichen Privilegien besteht auch eine finanzielle Abhängigkeit.

Viele Kantone treiben Kirchensteuern ein, leisten Direktzahlungen an Kirchen oder bezahlen die Löhne der Pfarrer. Bei den gewichtigsten Verflechtungen von Staat und Kirche geht es ums Geld. Auf jährlich mehr als eine Milliarde Franken schätzt Daniel Kosch, Generalsekretär der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz, den Betrag ein, welcher den drei Schweizer Landeskirchen – der Evangelisch-Reformierten, der Römisch-Katholischen und der Christkatholischen Kirche – durch Steuern und Direktbeiträge zur Verfügung steht. Auch Deutschland subventioniert die Landeskirchen jedes Jahr mit rund 15 Milliarden Euro.

Dass die Kirchen überhaupt Steuern eintreiben dürfen, verdanken sie ihrem öffentlich-rechtlichen Status. Die Schaffhauserinnen und Schaffhauser, die einer Landeskirche angehören, sind laut Kantonsverfassung dazu verpflichtet, Kirchensteuern zu bezahlen. Dies natürlich nur, wenn die Kirchen Steuern eintreiben wollen. Und dazu sind diese laut Kirchenrecht verpflichtet: «Die Kirchen selbst sehen in ihren eigenen Erlassen aber durchwegs eine obligatorische Erhebung vor», heisst es im Bericht zu den Kichensteuern 2009 der Schweizerischen Steuerkonferenz (SSK) zum Kanton Schaffhausen.

Die Schweizer Frauen erhielten 1971 das Stimm- und Wahlrecht. Doch noch ist ein grosser Teil unserer Bevölkerung, die zwar von unseren politischen Entscheiden betroffen ist, ohne politische Mitbestimmungsrechte.

Als die Schweizer Stimmbevölkerung am 17. April 1971 das Frauenstimmrecht einführte, war die Eidgenossenschaft eines der letzten europäischen Länder, das seiner weiblichen Bevölkerung den vollen Bürgerstatus zugestand. Die Widerstände in der Gesellschaft waren zum Teil heftig, die Vorbehalte gross. Und so vergingen weitere 20 Jahre des politischen und juristischen Kampfes, bis das Frauenstimmrecht schliesslich in allen Kantonen eingeführt war.

Die politische Gleichstellung von Mann und Frau war keineswegs ein Geschenk des Himmels, sondern das Ergebnis eines hartnäckigen Engagements, insbesondere der in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts erstarkten Schweizer Frauenbewegung. Sie reiht sich damit ein in den seit der Antike fortdauernden Kampf von politisch Marginalisierten um Einzug in den Wirkungsbereich der Demokratie. Dieser Demokratisierungsprozess ist mit Einführung des Frauenstimmrechts jedoch bei weitem nicht abgeschlossen.

Gemeinsam mit neun Biobauern aus dem ganzen Kanton schafft die AL eine Internetplattform für regionale und saisonale Produkte. Am 22. Mai wird das ehrgeizige Projekt aufgeschaltet und mit einem Fest im Mosergarten zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Bauernhofführer gibt Ihnen in Zukunft einen Überblick über die Bio-Produktion in unserer Region. Er sagt Ihnen genau, wer die Hersteller sind, wie diese produzieren und natürlich, welche Produkte man wo kaufen kann. Illustrierte Portraits jedes einzelnen Betriebs bringen ihnen Besonderheiten und Geschäftphilosophien näher, Rezepte der Bauern laden zum Selberkochen ein und detaillierte Kontaktmöglichkeiten bringen Sie weiter, wenn Sie noch mehr wissen wollen.

Am Anfang des Projekts stand das Anliegen der AL, sich für nachhaltige Produktion einzusetzen und deren Wertschätzung beim Konsumenten zu fördern. Die Idee, gerade die linke AL solle mit Bauern ein Netzwerk aufbauen, löste anfangs allerdings auch innerhalb der Partei einige Skepsis aus. Diese Bedenken politischer Art erwiesen sich jedoch schnell als unbegründet. Das Projekt ist ein Erfolg.

Er ist genial, er ist reich und er verkauft Wasser. Johann Grander ist ein genialer Geschäftsmann. Sein Wasser soll angeblich  den Körper beleben oder Verkalkung verhindern. Die KSS setzt auf das teuere Wasser.

Johann Grander ist ein genialer Geschäftsmann. Der 80-jährige Österreicher hat aus dem nichts ein KMU mit elf Millionen Euro Jahresumsatz aufgebaut. Für seine Leistungen hat er das österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erhalten.

Johann Grander verkauft Wasser. Vier Flaschen à 1 Liter für 90 Franken. Wer bereit ist, tiefer in den Geldbeutel zu greifen, kann Granders Wasser auch dauerhaft eingeschlossen in Stiften, Platten, Anhängern oder Metallkästen haben.

Ray Smith lebt mit dem Militär, dem Geheimdienst und 20'000 palästinensischen Flüchtlingen in den Ruinen Nahr al-Bareds.

Libanon. Nahr al-Bared. Fünfzehn Kilometer Luftlinie von der Nordgrenze zu Syrien. Ein Flüchtlingslager der PalästinenserInnen. Teilzeitwohnort von Ray Smith und ein Wohnort auf Zeit für die 20‘000 PalästinenserInnen, die dort leben und auf Veränderung warten.

Ray ist der einzige Ausländer, der hin und wieder einige Monate in der Militärzone zwischen dem zerstörten alten Camp auf UN-Gebiet und dem libanesischen Staatsgebiet, in dem das zivile Recht gilt, verbringt. Wird er beim Filmen in der Militärzone erwischt, kann er «verhaftet, bisschen eingeknastet und deportiert werden», wie er sagt.