Hintergrund

Ab erstem Mai ist das Rauchen in Schweizer Restaurants verboten – mit Ausnahmen. Manche Wirte sehen sich in ihrer Freiheit massiv eingeschränkt, andere sehen darin eine Chance.

Tomislav Babic, Geschäftsführer des Restaurants Falken und der Brasserie, rechnet wegen des Rauchverbots mit einem enormen Umsatzverlust und ist sicher, dass er einen Stellenabbau vornehmen muss. Seine Kunden seien etwa zu 40 Prozent Raucher. Doch der Konsum der Raucher gegenüber den Nichtrauchern sei unverhältnismässig höher. Deshalb werde der Umsatz stark einbrechen. Um diesen Effekt und seine negativen Konsequenzen abzudämpfen, baut er sowohl in der Brasserie als auch im Falken ein Fumoir – und geht beträchtliche finanzielle Risiken ein.

Setting

Sommer 2009. Ich treffe den Regisseur von «Being Azem» zum Gespräch in seiner Wohnung an der Stauffacherstrasse auf dem Schaffhauser Emmersberg. Ecksofa, 52-Zoll-Flatscreen, Holzregalkombination mit einer Sammlung von mehreren hundert DVDʼs und ein gerahmtes Plakat von Rocky neben der Balkontür: «His whole life was a million-to-one-shot». Hier lebt und arbeitet ein animal cinématographique. Ein Autodidakt. Der Kroato-Schweizer Tomislav Meštrović hat nie eine Filmschule besucht und drehte dennoch einen Dokumentarfilm ab, der vom Schweizer Fernsehen koproduziert worden ist.

Andi Kunz wird der Nachfolger von Christoph Lenz im Grossen Stadtrat. Er löst Lenz nach sechs Jahren im Amt ab.

Andi Kunz wird der Nachfolger Christoph Lenz im Grossen Stadtrat. «Lenz» wie er von seinen Freunden genannt wird und wie er sich selber auch nennt, hat während sechs Jahren die Alternative Liste im Städtischen Parlament vertreten. Zuletzt war er für die SP/AL-Fraktion Vertreter in der Geschäftsprüfungskommission (GPK).

Die Bandräume in der Stadt sind knapp. Politiker forderten schon mehrfach grösseres Engagement von der Stadt, doch die Chancen stehen nicht gut.

Das Gitter vor dem Eingang in der Karstgasse steht offen. Die Elektroheizungen im Bandraum sind kalt. Martin Wanner sitzt auf dem Sessel, Christoph Wanner auf dem Sofa daneben und hat die Winterjacke an. Er ist der Drummer und eines der vier Mitglieder von «Tongue Twister». «Bis im April dauert es, bis wir Genaueres wissen», sagt er. «Noch steht der Auszugstermin nicht fest.»

Die Zukunft der Bandräume in der Karstgasse ist nicht gesichert, seit die IG Altstadt die Liegenschaften gekauft hat. Wie genau die neue Besitzerin die Liegenschaften nutzen will, ist noch nicht klar. Es ist aber gut möglich, dass «Tongue Twister» im Sommer wieder auf der Suche nach einem neuen Bandraum ist. Betroffen ist auch die Band «Pete Bamboo», die deshalb seit einem halben Jahr einen neuen Proberaum sucht – ohne Erfolg.

Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle wären wir für die Zukunft gerüstet, behaupten die Befürworter dieser radikalen Idee.

Im letzten Frühling haben sich zehn Leute aus der ganzen Schweiz und mit unterschiedlichem politischem Hintergrund an einen Tisch gesetzt. Ihr Ziel ist, ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Schweiz einzuführen. Da­niel Straub ist einer von ihnen: «Immer mehr Güter und Dienstleistungen werden heute in immer weniger Arbeitsstunden hergestellt», sagt der 42-jährige Luzerner. Dies habe zur Folge, dass die Volkswirtschaft wachse, während immer weniger Arbeit nachgefragt werde.

Liberal ist ein hübsches Schlagwort. Es bedeutet freiheitlich. Wer will nicht frei sein von Zwängen, von Druck, von Armut, von Krankheit? Liberal ist aber nicht gleich liberal.

Schutz oder Freiheit? Die Freiheit steht klar im Vordergrund, weshalb sich die FDP «die Liberalen» nennen, sich eigentlich alle Parteien als liberal bezeichnen und sich keine Partei dazu entschliesst, «die Präventiven» auf die Flagge zu schreiben. Die Frage ist, wie viel Schutz benötigen wir, um die Freiheit gewährleisten zu können. Unterschiedlicher könnten die Meinungen der Parteien in dieser Hinsicht kaum sein.

«Liberalismus ist eine Gesellschaftskonzeption, welche die individuelle Freiheit und Selbstverantwortung betont», lautet die Definition im Gabler Wirtschaftslexikon. Die Freiheit wird aber immer eingeschränkt, etwa durch präventive Massnahmen wie ein Kampfhundeverbot. SP-Kantonsrat Werner Bächtold meint: «Mehrheitsentscheide müssen auch dann respektiert werden, wenn die eigene Freiheit dadurch eingeschränkt wird. Die eigene Freiheit stösst an Grenzen, wenn man dadurch die Freiheit eines anderen Menschen einschränkt. Ebenso stösst man an Grenzen, wenn man sich selber massiv gefährdet.» Gemäss dieser Definition können sich wohl alle Parteien als liberal bezeichnen.