Hintergrund

Seit Oktober kommen erwischte KifferInnen mit einer Ordnungsbusse davon – das begrüssen auch Fachleute.

Bild: Yann Aders

Vage erinnert sich H.* zurück. Geschätzte acht Jahre ist es her. Unzählige Stunden verbrachte er damals auf der Munotwiese, am Lindli oder beim Windegghüsli. Mit dabei hatte er immer ein Säckchen Gras. Zusammen mit Kumpels wurde kräftig gequalmt. Aus Spass, aus Genuss, aus Langeweile. Ein wenig auch, um still gegen das System zu rebellieren. Die Polizei war selten ein Problem.

Graffiti als politische Werbung sind offenbar tabu. Doch es gibt kreative Alternativen, mit denen man Polizei und Behörden überraschen und eine ­Debatte ­anstossen könnte.

Auf den ersten Blick sehen sie geheimnisvoll aus, die Zahlen in den Schaffhauser Gassen. In regelmässigen Abständen ist der Boden nummeriert, dicke, weisse Ziffern auf dem kalten Pflasterstein. Kein grosses Geheimnis allerdings, dass sie die Positionen der Verkaufsstände regeln, die am «Chlausmärt» weihnachtliche Ware anbieten. Wenn der Sami­chlaus seine Runden und die VerkäuferInnen ihr Geld gemacht haben, nähert sich auch das Leben der Zahlen einem Ende: Sie sind aus- und abwaschbar.

Die politische Landschaft Kosovas ist im Umbruch. Meinungen und Standpunkte von Schaffhauser KosovarInnen.

Zehn Prozent der KosovarInnen leben in der Schweiz. Die Zahl nimmt noch immer zu, während die Lage in der Heimat zunehmend stabiler wird. Bei den Regionalwahlen in diesem Jahr wurden so wenige Betrugsfälle verzeichnet wie seit Kriegsende nicht mehr. Der Kosovakrieg ist seit 15 Jahren vorbei, einige sehen eine Perspektive in einer Rückkehr.

Der Lappi hat mit drei gebürtigen KosovarInnen gesprochen, die bereits seit Langem in Schaffhausen wohnen. Mit drei Generationen, die jeweils eine andere Sicht auf ihre ehemalige Heimat haben.

Eine hungrige und waghalsige Redaktion begibt sich auf einen nächtlichen Beutezug.

«Dumpster Diving» nennt sich das Durchstöbern von Müllcontainern – eine Disziplin, die vornehmlich bei Nacht und Nebel in den Hinterhöfen von Supermärkten ausgeübt wird. Was immer mehr Leute neben existenziellen auch aus ideologischen Beweggründen tun, hat der Lappi aus Neugier ausprobiert: Kann man sich auch aus den Containern der Schaffhauser Detaillisten ausgewogen ernähren?

Zahlreiche, einst offene Abfall­deponien sind längst zugeschüttet und in Vergessenheit geraten.

Die Deponie im siblinger birchbühl beinhaltet nur inerte Stoffe. Sie liegt unweit der Pflumm, wo Schlacke aus der KBA Hard entsorgt wird.

Sie sind noch im kollektiven Gedächtnis vorhanden, der jüngeren Generation aber höchstens als Abenteuerspielplatz ein Begriff: Offene Abfalldeponien, wie sie über Jahrzehnte an zahlreichen Standorten im ganzen Kanton genutzt wurden.

Auch typische Schaffhauser Produkte werden irgendwann zu Abfall. Die einen sehr schnell, die anderen erst nach vielen Jahren. Drei Beispiele.

Ins Ausland statt in den Mülleimer

140 Jahre lang, von 1860 bis 2000, produzierte die SIG in Neuhausen Waffen. Dabei belieferte die SIG auch die Schweizer Armee, erst mit dem Sturmgewehr 57 und nach 1980 mit dem leichteren Sturmgewehr 90.

Was wohl mit all den Waffen geschehen ist? Die GSoA geht davon aus, dass in den Schweizer Haushalten 2.3 Millionen Schusswaffen herumliegen, die meisten lagern wohl unter einer dicken Staubschicht in irgendwelchen Kellern von ehemaligen Soldaten. Wahrscheinlich nicht mehr allzeit einsatzbereit. Ist ja auch nicht nötig, der Russe verhält sich zurzeit sehr ruhig. Ein paar Scharmützel mit Greenpeace-Aktivisten, das war’s.

Wer eine Waffe findet, sollte sie auf jeden Fall nach Rücksprache mit der Fachstelle Waffen der Polizei übergeben. Bei der Schaffhauser Polizei wurden in diesem Jahr (Stand 5. 12. 2013) 81 Feuerwaffen und Imitate abgegeben, die danach bei der Arnold Schmid Recycling AG zerstört wurden.