• Die Methoden der Nelly D.

    Ein Rückblick auf die ­zweifel­hafte Vorgehensweise einer neuen alten Kantons­rätin und eine Partei, der das ­Feingefühl fehlt.

    Kurz vor den Wahlen machte es der Lappi bekannt. Nelly Dalpiaz hatte die Kantonsratsliste für die SVP-Senioren mit fragwürdigen Methoden zusammengestellt. Mindestens zehn der KandidatInnen wussten selbst nicht, dass sie um einen Sitz kämpften.

    Dalpiaz hatte unter dem Vorwand, es gehe um Unterstützung für die Jugend, die Alten oder um eine Initiative, verschiedene Leute dazu gebracht, die Wahlliste für den Kantonsrat zu unterschreiben. Dass sie damit zu KandidatInnen für die Kantonsratswahlen wurden, war vielen nicht bewusst, doch da sie ihre Unterschrift geleistet hatten, wurde die SVP-Senioren-Wahlliste von der Staatskanzlei akzeptiert und für gültig erklärt.

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  • Eine Stimme für viele Bands

    Ein neuer Verein soll die Anliegen der Schaffhauser Bandlandschaft vertreten. Damit wollen die Initianten den Mangel an Bandräumen bekämpfen, aber nicht nur.

    Sommer 2012: Die Bürgin Winzeler und Partner AG hat den Bands, die in ihrem Gebäudekomplex in den Gruben eingemietet sind, einmal mehr die Kündigung angedroht. Müllsäcke würden in den Gängen stehen, so die offizielle Begründung. Das ewige Tauziehen zehrt schon lange an den Nerven der Betroffenen, doch jetzt wird es den rund 30 Musikraum­mieterInnen zu viel. Sie besprechen sich und beschliessen, sich einer Waffe zu bedienen, die schon viel zu lange schlummert: des «Vereins zur Förderung der Kellermusik».

    Dieser Verein wurde Anfang 1992 mit dem formellen Zweck der «Förderung und Organisation von Übungsräumlichkeiten für Musiker/innen und Orchester (Musikgruppen)» gegründet. Die Initiative wurde damals in erster Linie ergriffen, um für Übungsräume im umgebauten Kammgarnareal zu kämpfen. Als die Bands 1997 wieder aus der Kammgarn ausziehen mussten, half der Verein, geeigneten Ersatz zu finden. Danach verschwand er nach und nach in der Versenkung.

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  • Peinliche Vorstellung

    «Nomen non est omen» schien das Motto der diesjährigen Contempo-Förderpreisverleihung zu sein. Alles andere als zeitgemäss war nämlich der unsouveräne Auftritt des Vereins hinsichtlich der Veranstaltung.

    Sehr unorganisiert wirkte zuerst einmal, dass die Bands viel zu kurzfristig über ihre Nominierung und den Ablauf des Abends informiert wurden. Am Abend selbst mutete nur Urs Fürer, Noch-Präsident des Contempo-Vereins und Moderator des Anlasses, auf der Bühne unbeholfener und nervöser an als die sonst so bühnenerprobten geladenen und erschienenen drei Bands. Hinter vorgehaltener Hand hiess es nämlich schon im Vorfeld, das Komitee werde dieses Jahr den mit 5'000 Franken dotierten Preis nicht an eine, sondern gleich an alle vier nominierten Bands verleihen. Und dies nicht etwa, weil alle Bands für ihre gleich guten Leistungen belohnt werden sollten; nein, vielmehr seien einfach alle gleich schlecht.

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  • Pulverdampf und Tonscherben

    Schiessen will gelernt sein. ­Ein ­Meister des Fachs, Olympiaschütze Fabio Ramella, zeigt dem ­Lappi, wie es geht.

    Als wir Fabio Ramella, den besten Tontaubenschützen der Schweiz, anfragen, ob er uns zum Training mitnimmt, ist er begeistert: «Ich will euch etwas bieten, zusammen lassen wir es richtig krachen.»

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  • Schaffhauser Präzision

    Schaffhausen ist weltweit bekannt für einen Wasserfall. Aber nicht nur. Schusswaffen aus der Region sind auf der ganzen Welt begehrt.

    Eduard Brodbeck war bis Mitte der Neunzigerjahre chef der waffenproduktion bei der SIG.

    Direkt am Rheinfall begann die industrielle Waffenproduk­tion der SIG – wir befinden uns auf dem Rhytech-Areal in Neuhausen, betreten ein altes Bürogebäude und steigen hinunter in den Keller. Eduard Brodbeck führt uns durch mehrere Türen und verwinkelte Gänge in einen düsteren Raum, der als Garderobe dient. Wir stehen vor den Überresten von 140 Jahren Waffenproduktion in Neuhausen.

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  • «Wir müssen exportieren»

    Die Schweiz gehört gemäss der Genfer Non-Profit-Organisation «Small Arms Survey» zu den zehn grössten Schusswaffen­exporteuren der Welt. Der Lappi hat sich mit Patrick Richard, dem Geschäftsführer der Neuhauser SAN Swiss Arms AG, und dessen Verkaufsleiter Pasquale Caputi getroffen.

    PATRICK RICHARD (rechts) ist seit vier Jahren beim Unternehmen. Er ist diplomierter Elektroingenieur und Geschäftsführer des Neuhauser Unternehmens. PASQUALE CAPUTI ist seit 20 Jahren in der Neuhauser Waffenproduktion tätig. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung und Verkaufsleiter von Swiss Arms. Zudem ist der eidgenössisch diplomierte Büchsenmacher Inhaber einer Waffenhandels­lizenz.

    Die Waffenindustrie in Schaffhausen, die Mitte des 19. Jahrhunderts aufkam, ist heute im Niedergang. Der Tiefpunkt wurde mit dem Verkauf der SIG Arms erreicht. Von den 400 Stellen sind 40 in der Swiss Arms, ihrer Nachfolgefirma, erhalten geblieben. Wo liegen die Perspektiven für die Neuhauser Waffenproduktion?

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