• Alles Karussell

    «Reason To Panic» ist schnell. Sauschnell. An zehn Abenden entstanden im Kellerstudio zehn Tracks aus dem Nichts. Der Lappi war bei der elften Geburt dabei.

    Kein neuer Song ohne Flaschenbier und Salz­brezeln. Zusammen geprobt haben sie noch nie, Raph und Diego – alias «Reason To Panic» –, ­geschweige denn sind sie schon einmal zusammen aufgetreten. Werden es vermutlich auch nie tun, wollen es gar nicht. Die einen würden sagen «Diego und Raph? Schnittmenge null!»

    weiter

  • Wandel einer Alpenfavela

    Auf der Suche nach Gentrifizierungs-Inspiration reiste der Lappi ins Wallis. Fündig wurde er in der einst ärmsten Gemeinde der Schweiz.

    Die einigermassen prächtige, dreigeteilte villa des dorfmäzens im gewagten Chalet-Stil besitzt einen unterirdischen Verbindungsgang. Zu beachten ist auch der angespitzte Zaun – ein Schutz vor neugierigem Pöbel?

    Alpen-Favela, Gommer Ghetto, Banlieue Valoise: Das 74-Seelen-Kaff Blitzingen im Goms ist mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 16’055 Franken gemäss Daten aus dem Jahr 2010, den aktuellsten Zahlen der eidgenössischen Steuerverwaltung, die ärmste Gemeinde der Schweiz.

    weiter

  • Zertretene Schildkröten

    Der Lappi geht auf Tuchfühlung mit der Goa-Kultur – eine Art von Bewusstseinserweiterung.

    Mit dem Velo machen wir uns an einem sonnigen Samstagnachmittag auf, unseren Horizont zu erweitern. Das Goa-Openair steigt auf einem abgelegenen Landstrich unweit von Schaffhausen. Als uns nach rund 20-minütiger Fahrt allmählich das Wummern des Basses ans Ohr dringt, zeichnet sich in der Ferne bereits das Festivalgelände ab.

    Eisenschranken mit Sichtschutz umgeben es wie eine Festung, in der Höhe flattern bunte Fahnen. Der Gedanke an eine Burg bleibt bestehen, als wir uns vom Sattel geschwungen und die Kasse passiert haben: Eine Art futuristischer Mittelaltermarkt tut sich vor uns auf.

    weiter

  • Sitte, Anstand und Schamgefühl

    Historique

    Jugendliche schicken dieser Tage aufreizende Selfies durch die Schulbänke, und gar in unserem kleinen Paradies kommt’s zu «Sexting»-Fällen. Da werden die älteren Generationen der Zeiten gedenken, als man den Buben in der Lebenskunde noch «Ritterlichkeit» im Umgang mit Mädchen lehrte, und jene wiederum ermahnte, ihre «letzte Karte» nicht zu verspielen.

    weiter

  • Plädoyer für eine EDU-Regierung

    Seit 2003 ist die Schaffhauser Stimmbevölkerung öfter den Abstimmungsparolen der EDU gefolgt als jenen der Regierung.

    Es ging um Leben und Tod – zumindest für die Äschen. Das suggerierte die Kampagne der Gegner des neuen Wasserwirtschaftsgesetzes. Und weil die Schaffhauser Stimmbevölkerung loyal hinter den Äschen steht, lehnte sie am 18. Mai mit 58,7 Prozent die Revision des Wasserwirtschaftsgesetzes ab und stimmte damit einmal mehr gegen die Empfehlung der Regierung.

    Diese Niederlage ist in der laufenden Legislatur der vorläufige Tiefpunkt für den Regierungsrat. Seit den Wahlen vom Herbst 2012 entschied das Schaffhauser Stimmvolk bereits bei den beiden Sparvorlagen (Kieferorthopädie und Landeskirchen), der Prämienverbilligungsinitiative und der Stahlgiesserei-Vorlage anders als von den Regierenden gewünscht. Damit wurden fünf von acht Abstimmungen verloren.

    weiter

  • Samen im Sand

     

    Auslese

    Michel Houellebecq – Ausweitung der Kampfzone

    «Der Sex, sage ich mir, stellt in unserer Gesellschaft eindeutig ein zweites Differenzierungssystem dar, das vom Geld völlig unabhängig ist; und es funktioniert auf mindestens ebenso erbarmungslose Weise.»

    Ein Roman, so denkt man doch, ist eine scheinbar ungelenke Methode, um ein Nichts zu erschreiben. Man denkt doch – welch Geste! – wie wenn man bereits ein Nichts erdenkt, es keins mehr ist. Obschon der Protagonist in Houellebecqs Schrift mit der Problematik der Form hadert, wendet er sich den LeserInnen zu und erschreibt in autobiographischer Attitüde sich in seinem Lebensraum, den Nachwehen der kapitalistischen Postmoderne. Nach dreissig Jahren Lebenszeit findet sich der Autor des Romans im Roman inmitten einer Welt, in welcher die von zweierlei Systemen – dem triebhaften Hierarchieprinzip der sexuellen Aktivität und dem der wirtschaftsliberalen Rangordnung – gebeutelten, entfremdeten Menschen an ihren Bedingungen mitleidserregend scheitern.

    weiter

  • Und täglich lockt der Rausch

    Jimmy Sauter, Basil Kraft und Thomas Leuzinger über den verpönten Rauschzustand, den doch alle suchen.

    Der Mensch liebt den Rausch. Er säuft, kifft und wirft andere Drogen ein. Seit eh und je gehören Rauschgifte zur Gesellschaft; sei es, um spirituelle Erfahrungen zu machen, um Hemmungen zu überwinden, oder um den Alltag zu vergessen (siehe Zertretene Schildkröten).

    Am populärsten ist der Alkohol. Er ist eine der gefährlichsten Drogen, macht extrem schnell abhängig und hat verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit. Er hat auch den gravierendsten Einfluss auf die Gesellschaft als Ganzes. Trotzdem ist der Alkoholkonsum in vielen Ländern Bestandteil der nationalen Identität. Eine Reihe von Einrichtungen und Organisationen sollen den Menschen dabei helfen, gegen die Alkoholsucht und andere Rauschmittel anzukämpfen. So etwa der VJPS oder die «Anonymen Alkoholiker» (siehe Entzug nur für Gläubige).

    weiter

  • Beringerrecht bricht Bundesrecht

    Ein Kommentar von Jimmy Sauter zum Spannungsfeld zwischen Direkter Demokratie und Minderheitenschutz.

    Heute – elf Jahre nach dem Bundesgerichtsentscheid – gibt es im Kanton Schaffhausen immer noch keinen festen Platz für die Jenischen. Ist das Absicht? Werden die Jenischen auch in 25 Jahren noch vergeblich einen Durchgangsplatz fordern?

    Susanne Gatti, Dienststellenleiterin des Planungs- und Naturschutzamtes, verweist auf Anfrage auf die Richtplanerarbeitung 2012, in deren Rahmen der Kanton mit der Stiftung «Zukunft für Schweizer Fahrende» in Kontakt getreten ist. Und sie anerkennt: «Gemäss deren Standbericht 2010 fehlt im Kanton Schaffhausen ein Durchgangsplatz mit 10 Stellplätzen.»

    weiter

  • Célines Kampf ist nicht zu Ende

    Die Lungenembolie der 23-jährigen Schaffhauserin Céline Pfleger liegt an der hormonellen Verhütung, sagt die Familie der heute Schwerstbehinderten. Der Pharmakonzern Bayer bestreitet dies – und gewann bisher alle Gerichtsverhandlungen.

    Céline Pfleger erhält Besuch von ihrer Schwester Jennifer (links). Céline bewohnt ein zimmer im lindli-huus.

    Es sind immer die gleichen Bilder. Links: eine Jugendliche, dezent geschminkt und nett lächelnd. Rechts: Dieselbe junge Frau, gut sichtbar schwer behindert. «Pillen-Drama», titelt der Blick. Von «zerstörten Träumen» spricht die Schweizer Illustrierte. «Bittere Pille», kalauert der Beobachter. Fernsehsender, Gratisblätter und Magazine der ganzen Deutschschweiz berichten 2008 vom Vorfall, der sich bei der Schaffhauserin Céline Pfleger ereignet hat: Die damals 16-Jährige erleidet eine Lungenembolie und einen Herzstillstand und wird dadurch schwerstbehindert.

    weiter

  • KifferInnen im Höhenflug

    Die beliebteste illegale Droge in Schaffhausen ist Cannabis. Doch auch Speed und Kokain liegen im Trend.

    Laut Schätzungen werden im globalen Drogenmarkt jährlich 320 Milliarden Dollar umgesetzt. Das entspricht fast einem Prozent des Weltbruttosozialprodukts. ExpertInnen sehen den Krieg gegen den weltweiten Drogenhandel vor dem Scheitern.

    Der Markt wächst zwar nicht weiter an, Designerdrogen erfreuen sich aber immer grösserer Beliebtheit und lösen die «klassischen» Drogen zum Teil ab. Jedes Jahr tauchen Dutzende neue Substanzen auf dem Markt auf, eine Kontrolle scheint aussichtslos. Eine besonders gefährliche Droge, Methamphetamin, ist in den USA die beliebteste synthetische Droge. Auch in Deutschland ist diese Droge ein grosses Problem, in der Schweiz hat der Trend aber noch nicht eingeschlagen.

    In Schaffhausen, wie auch in der restlichen Schweiz, ist Cannabis mit Abstand die beliebteste illegale Droge. Doch auch der Konsum von Amphetamin (Speed) und Kokain hat hier zugenommen. Kokain ist vor allem in Schweizer Grossstädten beliebt, in Schaffhausen liegt Amphetamin im Trend.

    Die Liste der meistkonsumierten Drogen wird von Alkohol angeführt. Jugendliche mögen sich öfter betrinken, die ältere Bevölkerung trinkt aber regelmässiger. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist gross: Doppelt so viele Männer (17,4%) wie Frauen trinken täglich. Der Vergleich der verschiedenen Sprachregionen zeigt, dass das Tessin mit 23 Prozent den höchsten Anteil an täglich Konsumierenden hat, gefolgt von der Romandie mit 17,7 Prozent. In der Deutschschweiz sind es 10,8 Prozent. Gleichzeitig gibt es bei den TessinerInnen mit 23 Prozent den höchsten Anteil an AbstinenzlerInnen. In der Romandie sind es 20 Prozent, in der Deutschschweiz 15 Prozent.

    weiter

  • Die Wunderpille

    ADHS ist bei den Schaffhauser Kindern die meist diagnostizierte Verhaltens­störung. Bei dieser Diagnose lautet die Lösung oft Ritalin.

    Das Medikament Ritalin wird auch im Kanton Schaffhausen regelmässig verschrieben. Viele Kinder und Jugendliche sollen damit den Alltag besser bewältigen können.

    Gemäss einer internen Statistik der Schaffhauser Spitäler erfolgen etwa 30 Prozent der Anmeldungen zu einer Abklärung durch den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJPD) aufgrund von Konzentrationsproblemen. Verschiedene Studien schätzen, dass 12 Prozent aller Kinder im Schulalter davon betroffen sind. Die Diagnose ADHS ist mittlerweile die häufigste unter den Verhaltensstörungen, Tendenz steigend.

    ADHS: Ursache unklar

    Die Ursachen sind nicht immer klar, allerdings spielen die Hektik und die Geschwindigkeit im Alltag eine grosse Rolle. Der Stundenplan vieler Kinder und Jugendlicher beschränkt sich nicht nur auf die Schulstunden. Vorher und nachher sind viele Aktivitäten eingeplant, die Aufmerksamkeit fordern und öfters wenig Platz lassen für die eigene Fantasie, Kreativität und Langeweile. Bereits im Kindergarten wird über die Zukunftsaussichten der Kinder diskutiert und ob sie in eine Förderklasse müssen oder die Regelschule besuchen können.

    weiter

  • Entzug nur für Gläubige

    Auch in Schaffhausen gibt es die «Anonymen Alkoholiker». Sie setzen auf Spiritualität, um dem Alkohol zu entsagen.

    Unbehagen liegt in der Luft. Als wären die Männer, die in der Webergasse stehen, auf frischer Tat ertappt worden. Um die Ecke kommt Ruedi und wird von allen herzlich begrüsst. Aber mit mir, der jungen Lappi-Redakteurin, wollen sie nicht richtig warm werden. Die Männer gehen rein und Ruedi bleibt bei mir. Die Fahrt mit seiner Yamaha nach Schaffhausen sei sehr schön gewesen, über die Landstrassen könne man etwas mehr Gas geben. Nach ein paar Minuten schaut einer der Männer raus und teilt mir bedauernd mit, dass ich nicht herein dürfe, einige Meetingsteilnehmer seien nicht einverstanden damit, jemanden von den Medien dabei zu haben.

    Das Schild der «Anonymen Alkoholiker» (AA) steht in der Ecke des Fensters, und hinter der verschlossenen Tür sitzen Menschen, die gleich über ihre tiefsten Ängste, Niederlagen und Probleme, aber auch über ihre Erfolge sprechen werden. Jede Woche treffen sie sich und tauschen sich aus, im Kreis der Süchtigen.

    weiter

  • Schweizer Schreckschrauben

    Filmverführung

    Warten auf den grossen Gruselschocker.

    Das ist schon so eine Sache mit dem Schweizer Film. Seien wir doch mal ehrlich: das Gros lädt eher zum gemütlichen Kinoschlaf ein, wäre da bloss nicht immer diese lästige Zwangspause mittendrin (die natürlich vom Regisseur so nie gewollt ist und einzig und allein dem Verkauf von Klebrigkeiten und Ekligkeiten dient, egal ob so Erzählfluss und Dramaturgie auf der Strecke bleiben). Da gibt es zwischen publikumssicheren Gefühlsduseleien und dämlichen Schenkelklopfern wenig Platz für ein Genrekino. Der beinharte Thriller «Strähl», der ähnlich gelagerte «Verso» oder Drogendramen wie «Snow White» sind da eher Ausnahme als Regel. Selbst der viel gelobte «Cargo» konnte die Schweiz nicht zum Science Fiction-Mekka machen.

    Da tut es gut, zwischendurch mal einige eigenwillige Produktionen aus dem nebligen Grenzbereich von gepflegtem Grusel, provokantem Holzhammer-Horror und skurriler Fantasykost zu goutieren.

    weiter

  • Gegrillt und gevögelt

    Lappi 17: Kevin Brühlmann und Thomas Leuzinger über die kommende Wahlniederlage der grünen Parteien.

    Werden bald keine Vögel mehr zwitschern? Und keine Grillen mehr zirpen? Es steht schlecht um die grünen Parteien in unserem Kanton. Eigentlich könnte man doch davon ausgehen, dass es sich bei diesen Individuen um Vegetarier handelt, doch sie zerfleischen sich lieber und teilen sich in GLP und ÖBS auf.

    Als Jeanne d’Arc der Vögel und Grillen versucht nun Kathrin Bernath die grünen Anliegen im Stadtrat zu verteidigen. Ein Bärendienst für die ÖBS, die ohne eigene Kandidatur noch weniger Aufmerksamkeit als ohnehin schon auf sich vereinen kann und sicherlich für ein paar Jährchen in der Versenkung verschwinden wird.

    weiter

  • Der Leistungsdruck steigt

    Warum auch Erwachsene immer häufiger zu Ritalin greifen. Ein Kommentar von Romina Loliva.

    Konzentrationsschwierigkeiten sind auch für Erwachsene ein grosses Problem, vor allem wenn es um den Erfolg in der Ausbildung und im Job geht.

    Wir müssen stets erreichbar und flexibel sein. Belastbarkeit, Stressresistenz und Multitasking-Fähigkeiten sind Begriffe, die in jeder Stellenausschreibung unter den Anforderungen zu finden sind. Wir sind Leistungstiere und dürfen nicht müde oder überfordert sein. Hilfsmittel finden sich überall – weil Ritalin so bekannt und effizient ist, liegt der Konsum auch bei Erwachsenen im Trend. Die Pille ist in aller Munde, wird unter der Hand weitergegeben, kann im Internet rezeptfrei bestellt werden und wird als Aufputschmittel missbraucht.

    weiter

  • «Ich bin für eine Liberalisierung»

    Patrik Dörflinger vom VJPS ist der Ansicht, dass Drogen zu unserer Gesellschaft gehören.

    Der vjps ist der verein für jugendfragen, prävention und suchthilfe. Er ist privat organisiert und bildet die Trägerschaft der Fachstelle für Gesundheitsförderung, der Prävention und Suchtberatung, der Gassenküche Schaffhausen sowie des TASCH.

    Patrik Dörflinger, hat unsere Gesellschaft ein Suchtproblem?

    Suchtmittel sind in jeder moderner Gesellschaft Thema, sie verursachen immer wieder Probleme.

    Also ja?

    Ja. Je moderner die Gesellschaft, desto grösser die Suchtprobleme. Früher starb man an anderen Dingen.

    Muss man das nicht etwas relativieren? Die Prohibition in den USA kam auf, weil die Leute gesoffen haben wie die Löcher.

    «Im Mittelalter wurde exzessiver getrunken»

    Klar, im Mittelalter wurde auch viel exzessiver getrunken als heutzutage. Aber für die Allgemeinheit war Alkohol nicht so verfügbar wie heute. Für eine Gesellschaft wird Sucht erst zu einem Problem, wenn die Suchtmittel für einen Grossteil der Bevölkerung zugänglich sind. In Saudi Arabien ist Alkohol für die breite Masse einfach nicht erhältlich. Deshalb gibt es dort – gesellschaftlich gesehen – kein Alkoholproblem.

    Sie sprechen jetzt von Suchtmitteln, als Suchtberater beschäftigen Sie sich aber auch mit Verhaltenssüchten. Die gab es ja früher bestimmt auch schon.

    weiter

  • Männerschweiss und Pferdestärken

    Bächtold von Melkhand, ein ehemaliger Turnierreiter, bestritt 65 Turniere. Er trug dabei 62 Siege und nur 3 Niederlagen davon.

    Ein ritter hoch zu ross macht sich bereit für den nächsten Herausforderer.Bild: Peter Pfister

    Im Vorfeld dieses sportlichen Grossanlasses auf dem Herrenacker wurden auch kritische Stimmen laut. Von Korruption war die Rede, von Vertreibungen und davon, dass beim Aufbau der Arena unter Zeitdruck, mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen und im ganzen menschenverachtenden Bedingungen mehrere Arbeiter den Tod gefunden hätten. Wie äussern Sie sich dazu?

    weiter

  • Der Asyl-Container

    Auffällig gewordene Asylsuchende können seit einem Jahr in Containern «eingegrenzt» werden. Ob die Massnahme sinnvoll ist, bleibt umstritten.

    In diesem Container werden auffällig gewordene asylsuchende «eingegrenzt». Bild: mg.

    Durchgangszentrum Friedeck in Buch, anfangs Juli: Die Bewohner schauen sich im Gemeinschaftsraum ein Spiel der Fussball-WM an. Plötzlich geht ein 24-jähriger, kräftig gebauter Tunesier anscheinend ohne Grund auf einen jungen Somalier los.

    weiter

  • Die Güsel-Grübler

    Gabriel Vetter hat den Schaffhauser Güsel-Dialekt in die Schweizer Stuben ­getragen. Ein Grund zur Freude?

    Güsel heisst auf Schweizerdeutsch Abfall, und als Abfall empfindet die Restschweiz unsere Mundart. Geht es um die Beliebtheit der Deutschschweizer ­Dialekte, wird sie zuverlässig auf die letzten Plätze gevotet. Wobei es noch schlimmer kommt: Das Schaffhauserische beliebt in solchen Umfragen mit dem Thurgauischen und Sanktgallerischen in ein und denselben Güselsack geworfen zu werden.

    weiter

  • Ran an den Joint

    Mehrere Städte wollen die Cannabis-Legalisierung vorantreiben. Schaffhausen kann sich dem Reigen der progressiven Städte noch anschliessen – der Lappi hat das Postulat bereits im Köcher.

    Die restriktive Cannabis-Politik der Schweiz bröckelt. 2008 scheiterte die «Hanfinitiative» noch deutlich, doch sie brachte eine Diskussion in Gang, die in der heute auch im Kanton Schaffhausen geltenden Ordnungsbussenregelung mündete: Erwischte Kiffer zahlen eine Busse von hundert Franken, auf Anzeige und Verfahren wird bei kleinen Mengen verzichtet (vergleiche 100 Stutz für 100 Stümpen).

    weiter