• Gefährliche neue Technik

    Historique

    Von den Gefahren des Netzes: Gebt Acht, Mütter und Väter im Lande!

    Erziehende! Diese Warnung sollt ihr stets bedenken: «Es kann […] selbst die höchste menschliche Errungenschaft uns zum Unsegen werden, wenn wir uns ihr ausliefern, statt dass wir unter dem Gesichtspunkt unseres irdischen […] Heils sie uns dienstbar machen.»

    Wenn euer Nachwuchs sich das erste Mal zu euch vor den Fernseher setzt, wenn er am Computer im Internet surfen will, wenn das Tablet oder das Smartphone die ganze Aufmerksamkeit eurer Söhne und Töchter auf sich zieht: Wer sich von klein auf ständig an solchen Gerätschaften zu schaffen macht, lernt die wirkliche Welt entweder gar nicht kennen oder nur noch in verzerrter Form durch die Brille des weltweiten Netzes. Die Allgegenwart dieser Medien vermag auch die kommunikative Entwicklung des Nachwuchses zu schädigen. Angenommen, ihr lässt zu, dass eure Kinder im Übermass mit dieser neumodischen Elektronik hantieren, wird das in Zukunft Folgen haben.

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  • In der Lehrerausbildung wird Geld verschwendet

    marcel montanari ist Kantonsrat der Jungfreisinnigen.

    Monti optimiert

    Viele fragen sich derzeit, ob und wo in der Bildung gespart werden darf, und die Frage wird leider zu oft kategorisch verneint: «Die Bildung ist unsere wichtigste Ressource! Sie darf nicht angetastet werden.» Das Einzige, was diese Fundamentalargumentation – wie sie jetzt auch wieder vom «Bündnis gegen ESH4» vorgebracht wird – bewirkte: Gewisse Ausgaben wurden in der Vergangenheit nicht mehr hinterfragt. Namentlich in den Bereichen «Pädagogische Forschung, Schulentwicklung und Lehrerausbildung» wird heute Geld verschwendet.

    Angefangen hat die Misere mit dem Fehlgedanken, dass die Lehrerausbildung ein Hochschulstudium sein soll. Dies führte einerseits dazu, dass die Lehrerausbildung nun von sogenannten pädagogischen Hochschulen (PH) mit gewissen Forschungstätigkeiten organisiert werden. Andererseits verlängerte sich die Primarlehrerausbildung von früher einem Jahr zuerst auf zwei und dann auf drei Jahre.

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  • Endlich hast Du mich unnötig gemacht

    Roger Köppel, (links, aber rechts im Bild), schreibt zum letzten Mal über das journalisitische Schaffen seines Namensvetters.

    doppelt geköppelt

    Erfreut, verwirrt und doch mit einer gewissen Genugtuung stelle ich fest, dass es mich nicht mehr braucht. Dem Roger K. wurden die Zähne gezogen. Also vielleicht … definitiv ist das natürlich noch nicht, aber es scheint, als sei er nicht mehr so richtig dabei. Unkonzentriert oder einfach nur übersättigt.

    Roger kommt nicht mehr so richtig in die Gänge. Sogar die Eco-Poppers (nicht zu verwechseln mit dieser ominösen Sexdroge) findet er nicht gut. Unglaublicherweise ist er sogar von alleine auf die Erkenntnis gekommen, dass das Verteilen von Kondomen in Afrika nichts bringt (und das Verteilen von Poppers sowieso nicht).

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  • «Wer lange Haare hat, soll ein Hascher sein»

    Auch die Schaffhauser Jugend träumte 1968 von der Revolution. Eine Collage aus Erlebnissen einiger 68er ergeben ein Bild der Zeit durch die Augen von Franz, fiktiver Sohn einer Arbeiter­familie, Dylan-Fan und Schülerzeitungs-Redaktor.

    Nun hatte Schaffhausen, was nach Woodstock längst Legende geworden ist: ein eigenes musikfestival, organisiert von der Schülerorganisation der Kantons­schule (Eintritt: sechs Franken). Rund 1500 Fans lockte die Veranstaltung am 27. Juni 1971 auf den Griesbach. Hier im Bild: die Krautrockband Guru Guru. Bilder 1 und 2 © Benno Wermelinger / Stadtarchiv

    Schaffhausen ging es blendend. Fast 30 Jahre ununterbrochener Wirtschaftsboom, die «trente glorieuse». Die Fabriken der Georg Fischer im Mühlental und im Ebnat, wo 7000 Menschen, ein Fünftel der Stadtschaffhauser, ihr Geld verdienten, platzten aus allen Nähten. Es war die Zeit des Wirtschaftswunders, zwischen 1945 und 1973, und man glaubte an grenzenloses Wachstum. Alles schien möglich, alles planbar, sogar der Lauf der Welt.

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  • Die Klaviatur der Vetterliwirtschaft

    An Kanti und PH arbeiten MusiklehrerInnen, die sich nie bewerben mussten. Jobs für «Lehrbeauftragte» werden an Bekannte oder gar Verwandte vergeben.

    An der Pädagogischen Hochschule gibt seit Kurzem der Sohn des Fachbereichsleiters Klavierstunden, obwohl er kein lehr­diplom hat.

    Wer an der Kanti und an der Pädagogischen Hochschule Instrumentalunterricht gibt, verdient rund 90 Franken pro Stunde. Damit sind die beiden Institutionen in Schaffhausen die mit Abstand lukrativsten Arbeitgeber für Musiklehrpersonen, die ansonsten trotz langer Ausbildung und guter Qualifikationen oft nur knapp über die Runden kommen.

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  • Die Hälfte des Himmels

    Im Zuge der 68er-Bewegung merkten junge Schaffhauser ­Frauen bald, dass ihnen nicht nur eine konservative, sondern auch eine patriarchale Haltung den Weg Richtung ­Emanzipierung versperrte.

    Nationale demonstration gegen die sexuelle ausbeutung von Frauen am 31. August 1991, hier im Mosergarten. Bilder © Bruno und Eric Bührer / Stadtarchiv

    Heute treffen sich Frauen bei einer Freundin zu Hause zu Jeans- oder Tupperparties. Unter der Anleitung einer Vertreterin wird probiert, welche Hose die Kurven am besten kaschiert oder welches Gefäss am besten für die Aufbewahrung schwarzer Oliven geeignet ist.

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  • Die Köderstrategie zeigt keine Wirkung

    Die Steuerersenkungen des letzten Jahrzehnts haben sich für den Kanton Schaffhausen nicht gelohnt. Sowohl die ­Entwicklung der Steuereinnahmen als auch die MillionärInnen-­Quote sind im Kantonsvergleich unterdruchschnittlich.

    Das Sparpaket ESH4 hat einen ideologischen Graben zwischen links und rechts wieder aufgerissen und ihm zu neuer Aktualität verholfen: Zahlt sich ein tiefer Steuerfuss letztlich aus? Die linken Parteien, und mit ihnen rund 1000 EinwohnerInnen an einer Demo gegen ESH4, sagen Nein: Die Steuersenkungen der letzten Dekade hätten das Finanzloch in der Kantonskasse verursacht. Diese wolle die Regierung nun zu Lasten der Alten, Kranken und Armen sanieren. Die bürgerlichen Parteien und die Regierung halten dagegen, dass attraktive Steuerbedingungen neue EinwohnerInnen und Einnahmen gebracht hätten, und verteidigen die Tiefsteuerpolitik.

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  • Grandiose Höllentour

    Düster, kolossal, dreckig: Das Debüt von MOSA Nature wühlt auf.

    «mosa nature ep» ist über ihre Facebookseite erhältlich. Unten findest Du den Track «Mind Games Forever».

    Der düstere Groove der Band MOSA Nature nahm mich sofort gefangen. Damals, im Herbst 2012, in ihrem winzigen Übungskeller an der Bachstrasse. Dieser ungemein energiegeladene, manchmal gespenstische, aber immer fein orchestrierte Postrock – das hatte ich noch nie gehört. Schon gar nicht im beschaulichen Schaffhausen.

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  • «Die Bewegung kam spät in der Schweiz an»

    Heutige, neoliberale Ideale könnten mehr mit den 68ern zu tun haben, als den Linken lieb ist. Christian Koller im Gespräch über Ursachen und Nachwirkungen der Bewegung.

    christian koller ist titularprofessor für geschichte der ­neuzeit an der Universität Zürich und Direktor des Schweizerischen Sozialarchivs.

    Zwei Weltkriege, der Eiserne Vorhang, die Ermordung von Martin Luther King und der Einsatz von Agent Orange brachten die Leute auf die Strasse. Die Utopie einer sozialistischen Gesellschaft, in welcher das Individuum im Zentrum steht, sollte endlich Realität werden. Das hat ja nicht wirklich geklappt. Christian Koller, wie sehen Sie das?

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  • Sparpakete sind Hundehaufen

    Thomas Leuzinger und Mattias Greuter schreiben gern für die Beckenstube.

    Aus Angst, falsch zu liegen, geben die Schweizer Medien selten Prognosen ab. Der Lappi hingegen wagt das immer wieder. Zuletzt im Sommer, als wir zutreffend «über die kommende Wahlniederlage der grünen Parteien» schrieben. Leider als falsch erwiesen hat sich die Einschätzung: «Der Mann mit dem ehrlichen Mittelscheitel sammelt bei Exekutivwahlen eine Niederlage nach der anderen» (gemeint war Preisig, nicht Rohner).

    Neue Aktualität hat ein Kommentar erhalten, den wir vor gut einem Jahr verfassten, als die Regierung erstmals andeutete, dass sie ein weiteres Sparpaket schnüren will. «Das Sparpaket liegt auf der Strasse», verkündeten wir, und machten eine Reihe von Vorschlägen, beginnend mit: «Als Erstes gehört die Paradieskampagne ersatzlos gestrichen.»

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  • Lektionen bei der kleinen Schwester

    Schafhausen im Berner Emmental hat zwar ein F weniger, dafür aber währschaftes Essen, ein noch währschafteres Asylanten-Problem und gratis Likör-Shots.

    Diese drei Schafe halten den Namen der Gemeinde Schafhausen i. E. hoch – und haben erst noch keine goldenen hoden.

    Es sieht aus wie ein Schreibfehler, wenn im Zug auf der Anzeige das Wort «Schafhausen» eingeblendet wird. Erreichbar via Bern, nur grob drei Stunden entfernt von seiner grossen Schwester mit den zwei F. Auf dieses Detail kann es durchaus ankommen, wie unwissende TouristInnen regelmässig am eigenen Leib erfahren. Nicht selten kommt es vor, dass sie den weiten Weg ins Berner Emmental auf sich nehmen, um auf der Suche nach dem Rheinfall auszusteigen – und dort zwar passenderweise Schafe, aber keinen Munot vorfinden. «Wir erkennen die Verirrten jeweils daran, dass sie etwas verloren gen Bach wandern, auf der Suche nach dem Rheinfall», erzählt eine Schafhauserin.

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  • Wer verkörpert die linke Bewegung?

    Der Lappi hat bei den beiden linken Parteien in Schaffhausen nachgefragt, was mit der linken Bewegung los ist. In den 68er Jahren zeigte sich die Bewegung in verschiedenen Facetten. Kulturgruppen und zahlreiche - zum Teil revolutionäre - Parteien versuchten nicht nur, sondern schafften es auch, ihren Ideen zum Druchbruch zu verhelfen. Wer aber ist heute noch dazu fähig, neue Ideen zu entwickeln und durchzusetzen?

    Hat die SP den Anschluss an die Bewegung verloren und scheut die Konfrontation? Oder ist die AL als kleinere der beiden linken Parteien doch nur ein lokales, vorübergehendes Symptom, das noch lange keine Bewegung ausmacht? Der ehemalige Präsident der SP Schweiz, Hans-Jürg Fehr, und AL-Mitbegründer Florian Keller legen ihre Sicht der Dinge dar.

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  • Eine Bewegung macht Platz

    Thomas Leuzinger und Marlon Rusch über die 68er und ihren Rückzug aus den Institutionen.

    Die 68er kennen wir zur Genüge. LSD, Blümchen und lange Haare. Alte provozieren, Kiffen und Ideen aus dem Osten gut finden. Für den Weltfrieden einstehen und eine WG gründen.

    Ursprünglich wollten wir dieses Dossier schreiben, um den alten 68ern vorzuwerfen, dass sie träge geworden sind und ihre Projekte in die Vergangenheit gehören, in der Gegenwart aber nicht mehr überlebensfähig sind. Doch ganz so einfach ist es nicht.

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  • Die Halbwertszeit von 68

    Die jungen Wilden haben im Schaffhausen der Siebzigerjahre vieles aufgebaut. 1978 gipfelte ihr Engagement in der Gründung der Fass-Genossenschaft, die bald zum Kulturzentrum avancierte. Von den damaligen Projekten ist wenig übrig geblieben.

    Die «Aktion Rhy» hat erfolgreich gegen den Bau einer autobahn durch den schaaren protestiert (hier auf dem Rhein unterhalb von Diessenhofen). Bild © René Uhlmann

    Die 68er-Generation ist als Bewegung bekannt geworden. Als ein Aufbegehren der langhaarigen RevoluzzerInnen, der kommunistischen UmstürzlerInnen und der freiheitsliebenden VordenkerInnen. Sie wollten unsere Gesellschaft verändern – und haben dies auch getan. Doch über die Jahre hat sich die Bewegung verlangsamt und ist beinahe zum Stillstand gekommen.

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  • Es fichelet weiter

    Durch Zufall wurde 1990 der Überwachungsstaat Schweiz zur Tatsache. Für viele Betroffene war das wohl nur die Bestätigung eines lange gehegten Verdachts.

    In was für ein Wespennest sie da stechen würde, ahnte die PUK (Parlamentarische Untersuchungskommission) in der Affäre Elisabeth Kopp wohl nicht, als sie 1989 in den Bundesarchiven zu ermitteln begann. Da war die Bundesrätin, die Interna weitergegeben hatte, plötzlich nur noch die Spitze des Eisbergs: Während ihrer Recherchen stiess die PUK auf die Dateisammlung der Bundesanwaltschaft, ein Karteisystem zur Überwachung tausender Schweizer BürgerInnen und Armeeangehöriger.

    Grund des Misstrauens war die latente Angst vor einem neuen Krieg, vor einer Invasion durch das kommunistische Russland. Rund zehn Prozent der Bevölkerung waren betroffen. Jeder, der in irgendeiner Weise aus der Norm fiel, wurde zum potentiellen Staatsfeind und Landesverräter. Dass in dieser Hysterie oft falsche, ungenaue oder völlig belanglose Informationen gesammelt wurden, war offenbar nebensächlich, wie auch die Frage nach der Legalität eines solchen Vorgehens.

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  • «Die langhaarigen haben uns nicht interessiert»

    Er stand auf der anderen Seite: Michael E. Dreher studierte an der HSG und war Mitglied der FDP. Die 68er waren für ihn keine ­Feinde – er nahm sie schlicht nicht ernst.

    Michael E. ­Dreher wurde 1944 in Schaffhausen geboren und verbrachte hier seine Jugendjahre. 1985 gründete er die Autopartei, bekannt wurde er 1988 mit dem Zitat, man solle «Linke und Grüne an die Wand nageln und mit dem flammenwerfer drüber». Von 1987 bis 1999 sass er für die Freiheitspartei, die Nachfolgerin der Autopartei, im Nationalrat. Seit 2001 ist er Mitglied der SVP.

    Michael Dreher, 1968 warst Du 24 Jahre alt. Wieso bist Du kein 68er geworden?

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  • EP mit Eiern

    Der Erstling von Marco 3000 rockt und funkt mit starkem ­Schaffhauser Groove. Aus den Boxen dröhnt es deutlich: «Ich bin noch da!»

    Was sind schon fünf Songs? Verdammt viel, wenn es um diese fünf hier geht: «Gizmos wedding», «Bar with balls», «Rosa», «City called Schaffhausen» und «Rumpelblues» – allesamt auf der allerersten Platte von Marco 3000. In diesen fünf Songs stecken fünf Jahre harte Arbeit. Aber von vorn.

    Das Ein-Mann-Trash-Musik-Phänomen Marco Del Ferro (der Schaffhauser mit italienischen Wurzeln spielt die Gitarre wie ein Funk-Bassist, der zu viel Punk gehört hat, und covert derart Songs von Stahlberger oder Jovanotti) arbeitet 2009 erstmals an eigenen Songs. Und um sich den Kindheitstraum von der eigenen Platte zu erfüllen, gründet er mit Marc Zimmermann am Bass und Regi Hauser am Schlagzeug eine Band: Marco 3000.

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  • Ich bin kein Mensch, ich bin Dynamit

    Auslese

    Friedrich Nietzsche: Ecce Homo

    «In Voraussicht, dass ich über Kurzem mit der schwersten Forderung an die Menschheit herantreten muss, die je an sie gestellt wurde, scheint es mir unerlässlich, zu sagen, wer ich bin.»

    Gehorcht nicht das Schreiben über sich selbst meist einem Gestus der gesenkten Lider? Ist es hierfür nicht oftmals die Demut des Menschenkindes im Anblick des Kosmos und des Seins, welche die Tinte in andächtigem Innehalten über das Papier streicht? Was mag also das Menschengeschlecht gedacht haben, als Friedrich Nietzsche im Jahre 1908 auf allen Plätzen seine Kanzel über einem lodernden Scheiterhaufen errichtete, zu Steintafel und Meissel griff und schrie: Ich kenne mein Los! Dass der arme Mann von Sinnen sei?

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  • Die Welt mit Kinderaugen

    Filmverführung

    Die cineastische Welt des Film­tüftlers Karel Zeman inspirierte Grössen wie Tim Burton und Wes Anderson.

    Es soll doch tatsächlich eine Zeit gegeben haben, in der es noch keine CGI-Effekte gab. In der Filmschaffende ihre Fantasien mit Einfallsreichtum und handwerklichem Geschick umgesetzt haben! Kaum vorstellbar heutzutage, oder? Speziell in der heutigen Tschechischen Republik sind gar wunderbare Filme und TV-Serien entstanden: der kleine Maulwurf, Pan Tau, Das Mädchen auf dem Besenstiel, Die Märchenbraut – herrje, Erinnerungen werden wach …

    Ganz besonders im Gedächtnis geblieben sind dem Verfasser die Werke von Karel Zeman, einem im damaligen Österreich/Ungarn geborenen Tausendsassa, der 1945 seinen ersten Trickfilm drehte. Seine Glanzzeit begann 1955 mit «Die Reise in die Urzeit», in dem er reale Schauspieler und Stop-Motion-Modelle von Mammuts und Sauriern auf liebevolle Art zusammenführte und damit einen Jugendfilmklassiker schuf, der sich vor den Arbeiten seines amerikanischen Zeitgenossen Ray Harryhausen nicht verstecken musste. Es folgten diverse, teils recht freie Jules-Verne-Adaptionen und «Baron Münchhausen», allesamt gradezu berstend vor Kreativität, liebevoller Animationsarbeit und Trickfotografie.

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  • Burger für Gourmets und Gourmands

    Auf der Suche nach dem besten Burger der Stadt haben für Euch mit Hilfe eines Profikochs gesucht, gekostet und bewertet.

    Ein Abend, zwei Mägen, vier Burger. Wir machen uns auf, den besten Hamburger der Stadt zu finden. Sechs Restaurants wurden uns in einer Facebook-Umfrage empfohlen, vier davon haben wir für den Lappi-Burgertest ausgewählt. Zur fachmännischen Beurteilung von Qualität, Präsentation und Handling der Burger haben wir einen Experten aufgeboten: Julian Kraft, in der Fischerzunft ausgebildeter, heute in der Berner Reitschule tätiger Koch und Gourmand.

    Das Programm für den Abend: Kammgarnbeiz, Oberhof, Cardinal, McDonald's. Oder genauer «Förderburger mit Käse und Speck», «Premium Cheese Burger», «Cardinal Bio-Burger» und «Cheeseburger». Aus acht Bewertungskriterien erstellen wir jeweils eine Gesamtnote. Den Preis lassen wir dafür jeweils ausser Acht, auch die Bedienung bewerten wir nicht.

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  • Die Politik muss Krücken bauen

    Seit den letzten Abstimmungen erhalten in Schaffhausen junge StimmbürgerInnen spezifisch auf sie abgestimmte Abstimmungsinformationen, genannt «easyvote» (dt.: «einfachwählen»). Ungerecht, finden wir, und präsentieren die Lappi-Abstimmungshilfe für über 80-Jährige.

     

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  • Ein Teilerfolg

    Die linke Bewegung der Sechziger- und Siebzigerjahre hat für soziale Gerechtigkeit und Umbruch in allen Bereichen der Gesellschaft gekämpft. Ein Linksrutsch fand in Schaffhausen kaum statt. In Sachen Gleichstellung der Geschlechter wurde mehr erreicht als bei anderen Anliegen der 68er.

     

    Kantonale Parlamentswahlen, Stärke der politischen Lager (Kt. SH)

    Die Grafik zeigt die Stärken der politischen Lager seit 1956.  Zum linken Lager wurden SP, POCH und AL, zum rechten die SVP, SD, EDU und die FP (Freiheits-Partei) gezählt. Die Mitte bilden FDP, CVP, LdU (Landesring der Unabhängigen), EVP, ÖBS, und LS (Liberalsozialistische Partei). Nicht berücksichtigt wurden kleine ­Parteien (übrige) sowie Verschiebungen innerhalb der Parteien nach links oder rechts über die Zeit.

    Die politische Landschaft war bis in die 80er Jahre relativ klar  aufgeteilt. Ein Linksrutsch um die 68er-Bewegung ist in der Zeitreihe nur schwach zu sehen; Die links von der SP angesiedelte POCH machte in den Wahlen 1976 zwar 3.5 Prozent, die SP verzeichnete aber gleichzeitig einen Rückgang von rund 3 Prozent.

    1984 kam es zu einer Umwälzung, in der vor allem die Mitte an die Rechte, aber auch die linken Pateien verloren. Der Aufschwung der Rechten zieht sich bis heute weiter.

    Quelle: Bundesamt für Statistik, Wahlstatistik, Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA)

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