Thomas Leuzinger über die «SN»-Journalisten, die vor lauter Rohrkrepierern und Kreuzfeuern das Gefecht nicht mehr sehen.

Die «Schaffhauser Nachrichten» nehmen gerade die abgesägte Schrotflinte hervor, um auf die Alternative Liste und die Anliegen der AusländerInnen zu schiessen. Nachdem die Journalisten der «SN» der Kandidatur von Carlos Abad für den Stadtrat gerade mal eine Randspalte einräumten, legen sie heute mit einer Breitseite (knapp einer ganzen Seite) nach – natürlich ausschliesslich mit Kritik.

Erst bezeichneten die «SN» die Kandidatur als «Jux», dann als «Rohrkrepierer» und heute greifen sie unter dem Titel «AL gerät ins Kreuzfeuer» und «Scharfe Kritik an Wahlkampfmanöver» nochmals in die Tasten. Über das Ausländerstimmrecht und die Frage, weshalb Carlos Abad als Kandidat auftritt, verlieren die Journalisten selbstverständlich kein Wort.

Jimmy Sauter, Basil Kraft und Thomas Leuzinger über den verpönten Rauschzustand, den doch alle suchen.

Der Mensch liebt den Rausch. Er säuft, kifft und wirft andere Drogen ein. Seit eh und je gehören Rauschgifte zur Gesellschaft; sei es, um spirituelle Erfahrungen zu machen, um Hemmungen zu überwinden, oder um den Alltag zu vergessen (siehe Zertretene Schildkröten).

Am populärsten ist der Alkohol. Er ist eine der gefährlichsten Drogen, macht extrem schnell abhängig und hat verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit. Er hat auch den gravierendsten Einfluss auf die Gesellschaft als Ganzes. Trotzdem ist der Alkoholkonsum in vielen Ländern Bestandteil der nationalen Identität. Eine Reihe von Einrichtungen und Organisationen sollen den Menschen dabei helfen, gegen die Alkoholsucht und andere Rauschmittel anzukämpfen. So etwa der VJPS oder die «Anonymen Alkoholiker» (siehe Entzug nur für Gläubige).

Ein Kommentar von Jimmy Sauter zum Spannungsfeld zwischen Direkter Demokratie und Minderheitenschutz.

Heute – elf Jahre nach dem Bundesgerichtsentscheid – gibt es im Kanton Schaffhausen immer noch keinen festen Platz für die Jenischen. Ist das Absicht? Werden die Jenischen auch in 25 Jahren noch vergeblich einen Durchgangsplatz fordern?

Susanne Gatti, Dienststellenleiterin des Planungs- und Naturschutzamtes, verweist auf Anfrage auf die Richtplanerarbeitung 2012, in deren Rahmen der Kanton mit der Stiftung «Zukunft für Schweizer Fahrende» in Kontakt getreten ist. Und sie anerkennt: «Gemäss deren Standbericht 2010 fehlt im Kanton Schaffhausen ein Durchgangsplatz mit 10 Stellplätzen.»

Lappi 17: Kevin Brühlmann und Thomas Leuzinger über die kommende Wahlniederlage der grünen Parteien.

Werden bald keine Vögel mehr zwitschern? Und keine Grillen mehr zirpen? Es steht schlecht um die grünen Parteien in unserem Kanton. Eigentlich könnte man doch davon ausgehen, dass es sich bei diesen Individuen um Vegetarier handelt, doch sie zerfleischen sich lieber und teilen sich in GLP und ÖBS auf.

Als Jeanne d’Arc der Vögel und Grillen versucht nun Kathrin Bernath die grünen Anliegen im Stadtrat zu verteidigen. Ein Bärendienst für die ÖBS, die ohne eigene Kandidatur noch weniger Aufmerksamkeit als ohnehin schon auf sich vereinen kann und sicherlich für ein paar Jährchen in der Versenkung verschwinden wird.

Warum auch Erwachsene immer häufiger zu Ritalin greifen. Ein Kommentar von Romina Loliva.

Konzentrationsschwierigkeiten sind auch für Erwachsene ein grosses Problem, vor allem wenn es um den Erfolg in der Ausbildung und im Job geht.

Wir müssen stets erreichbar und flexibel sein. Belastbarkeit, Stressresistenz und Multitasking-Fähigkeiten sind Begriffe, die in jeder Stellenausschreibung unter den Anforderungen zu finden sind. Wir sind Leistungstiere und dürfen nicht müde oder überfordert sein. Hilfsmittel finden sich überall – weil Ritalin so bekannt und effizient ist, liegt der Konsum auch bei Erwachsenen im Trend. Die Pille ist in aller Munde, wird unter der Hand weitergegeben, kann im Internet rezeptfrei bestellt werden und wird als Aufputschmittel missbraucht.

Dossier: Geld

Geld ist geil wie ein Bock und scheu wie ein Reh, soll das CSU-Ungetüm Franz Josef Strauss einst gesagt haben. Mit Herrn Strauss hab ich’s nun wirklich nicht, und Geld halte ich mitnichten für geil, sondern eher für ein notwendiges Übel – aber was die Schüchternheit des Geldes anbelangt, muss man dem Zitat wohl doch einen gewissen Wahrheitsgehalt beimessen.

Das hat auch Redaktorin S. erfahren, als sie herauszufinden suchte, was man in der Stadt Schaffhausen denn so umsonst kriegt – und kaum etwas fand, ausser eines philosophischen Feigenbaums (Brotlos unter Feigen).

Die Schaffhauser Verlage halbieren den Umfang der Kulturagenden. Empörung sucht man allerdings vergebens.

Die Schaffhauser Verlage sparen bei der Berichterstattung über das Ausgangsleben in der Region. Die «Schaffhauser Nachrichten» haben ihre Ausgangsbeilage «Express» in die Zeitung integriert und die «schaffhauser az» hat den Umfang der Beilage «ausgang.sh» halbiert.

Statt 16 Seiten «Express» und 8 Seiten «ausgang.sh» sind es nur noch drei «SN»-Seiten und vier Seiten «ausgang.sh».

Die Hallen für Neue Kunst hätten das Zeug zum attraktiven Kulturplatz. Fehlender Mut zur Veränderung verhindert dies.

Gleich vorweg: Dieser Text wird keine Lobhudelei auf die Hallen für Neue Kunst sein. Und auch kein Lamento über den eventuellen Abzug des Kunstwerkes «Das Kapital» von Joseph Beuys aus den Hallen. Aus der Sicht von «Schaffhausen Tourismus», wie auch in den Augen mancher PolitikerInnen und anderer Prominenz gehören die Hallen zu den Highlights der Region. Man hört Sätze wie: «Wir waren in Chicago und erzählten den Leuten, dass wir aus Schaffhausen seien, wovon diese aber noch nie gehört hatten. Die Hallen für Neue Kunst jedoch waren ihnen ein Begriff.»

Die Episode ist zumindest gut erfunden, doch auch wenn sie wahr ist, dürfte sie nicht gerade exemplarisch für die ganze Welt sein. Jedenfalls führt mich mein Weg oft am Eingang der Hallen vorbei und ich habe noch nie festgestellt, dass sich die Cars davor stauen. Bei meinen gelegentlichen Besuchen war ich jeweils ziemlich alleine und so habe ich das Gefühl – ohne Genaueres zu wissen – dass die Zahl der Eintritte eher mässig ist.

Neuer bauernschlauer Lappi

Der Lappi-Saat ist ausgebracht. Die neue Ausgabe ist in den Kiosken an der Vorstadt, am Löwengässchen und an der Schifflände sowie im Bücherschoch, im Bücherfass, im Lieblings und im Neustadt-Lade erhältlich. Du kannst das Magazin aber auch gleich hier Abonnieren.

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