Der Ausstieg aus der Kernenergie bis 2035 ist seit zwei Jahren beschlossene Sache. Könnte man meinen. Doch nachdem FDP-Regierungsrat Reto Dubach den Kantonsrat 2012 überraschend dazu bewogen hatte, eine Vorlage zum Ausstieg auszuarbeiten, blocken die bürgerlichen Parlamentarier nun, wo es um die Umsetzung geht, ab.

Die erste Debatte im Kantonsrat ging wegen zahlreicher – auch emotionaler – Wortmeldungen ohne Resultat zu Ende und musste vertagt werden. Die linke Ratsseite hätte der Vorlage zugestimmt, auch wenn mehrere Parlamentarier bemängelten, dass sie zu wenig weit gehe. Auf der rechten Ratsseite dagegen war man sich uneins. SVP-Kantonsrat Samuel Erb wollte sogar nochmals auf den zwei Jahre alten Entscheid zum Ausstieg zurückkommen.

Am 24. September geht die Debatte im Kantonsrat weiter. Sollte die Vorlage angenommen werden, wird es immer noch einen grossen Effort benötigen, um das Ziel bis 2035 zu erreichen. Sollte sie abgelehnt werden, steht es schlecht um den Atomausstieg – und wir sollten uns dann vielleicht langsam mit einem Atom-Endlager anfreunden.

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