Der Widerstand gegen ESH4 hat die Bevölkerung erreicht. Rund 1000 Menschen skandierten am Samstag beim Protestmarsch vom Gega-Schulhaus auf den Fronwagplatz «ESH4 – nicht mit mir!» und «Sparschweinerei – mir säged nei!». Zur Grossdemonstration hatten die 20 Organisationen vom Bündnis Zukunft Schaffhausen aufgerufen.

Die Demonstration setzte ein deutliches Zeichen gegen die Sparpläne der Regierung: es war wohl die grösste, die Schaffhausen in den letzten 10 Jahren gesehen hat. In den Reden auf dem Fronwagplatz anschliessend an den Protestmarsch kritisierten Cordula Schneckenburger, die Präsidentin des Lehrervereins Schaffhausen, und Julian Stoffel, der für die Schülerorganisation und die Juso ans Podium trat, die Abbau-Pläne in der Bildung.

Ceren Sahin von der Unia und Patrick Portmann, der für den vpod und die SP sprach, äusserten sich zur Pflege. «Wenn der Mensch im Mittelpunkt steht, dann steht er der Regierung im Weg», monierte etwa Portmann.

Kurt Altenburger, der Präsident des Verbands der öffentlichen Personalverbände (vöps), sprach sich vor allem gegen den Stellenabbau aus. Es würde nicht beim Abbau von 140 Stellen bleiben – was rund fünf Prozent des Kantonspersonals entspreche –, sondern es wären auch weitere Stellen bei Organisationen, die künftig weniger Geld vom Kanton erhalten sollen, betroffen.

Florian Keller, der die Protestreden moderierte, setzte mit einem Votum für die Prämienverbilligung den Schlusspunkt. Er warf der Regierung vor, den Willen der Stimmbevölkerung zu missachten. «Das ist der Anfang des Widerstandes», schloss er. Das Bündnis werde kämpfen «bis die letzte Massnahme am Boden liegt».

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