Das Bündnis Zukunft Schaffhausen lanciert eine Volksinitiative mit dem Titel «Kein Abbau – Schule mit Zukunft». Mit der Initiative soll die Streichung von Schullektionen in der Primar- und Sekundarstufe verhindert werden, welche die Regierung mit dem Sparpaket ESH4 beschlossen hat.

Der Initiativtext sieht vor, dass das Gesetz so ergänzt werden soll, dass «während der Primarschule und der Orientierungsschule gesamthaft nicht weniger als 259 Pflichtlektionen angeboten werden» dürfen. Das entspricht dem heutigen Stand, womit die Regierung den Rotstift nicht bei den Pflichtlektionen ansetzen könnte.

Die Regierung dagegen will 14 Wochenlektionen streichen, was neben den Pflichtfächern auch die Wahlfächer betreffen würde. Noch unklar ist allerdings, auf welcher Stufe und in welchen Fächern der Abbau von Schullektionen vorgesehen ist. Die Regierung rechnet damit, dass mit dieser Massnahme 23 Vollzeitstellen abgebaut und Kanton und Gemeinden so rund 2,75 Millionen Franken sparen können.

Der Einschnitt ist also massiv. «Mit einer Reduktion der Lektionenverpflichtung an der Volksschule im vorgeschlagenen Umfang wird sich der Kanton Schaffhausen bezüglich der Erfüllung der Anforderungen an den Lehrplan 21 an das unterste Limit der empfohlenen Lektionentafel bewegen», heisst es in der Sparvorlage, die die Regierung vorgelegt hat.

Das Bündnis Zukunft Schaffhausen, dem unter anderem auch der Lehrerverein angehört, wehrt sich nun aber gegen diese Massnahme. Über die 9 Jahre der obligatorischen Schulzeit hochgerechnet würde die Sparmassnahme dem Verlust eines halben Schuljahres entsprechen, begründet die Alternative Liste, ebenfalls Bündnismitglied, den Start der Initiative. «Ein solcher Bildungsabbau wirkt sich negativ auf die Zukunftschancen der Schaffhauser Schüler aus, schadet der Attraktivität Schaffhausens als Wohnort und muss verhindert werden.»

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