Viel hatte nicht gefehlt und nur in den nationalen Parlamenten hätten nur noch SVP-Politiker den Kanton vertreten. Erst die Stadt Schaffhausen machte den Unterschied. Damit schaffte es die SP gerade noch, den Sitz von Martina Munz zu retten.

Den höchsten Stimmenanteil erreichte die SVP mit 43,2 Prozent, die unter anderem eine Listenverbindung mit der FDP (11,1 %) eingegangen ist. Danach folgt die SP mit 26.9 Prozent, die mit Hilfe der AL (4,4 %), der ÖBS (3,4 %) und der Juso (1,3 %) die nötige Stimmenzahl erreichte.

Damit kann die SVP immerhin nicht alle vier Sitze im National- und Ständerat besetzen. Munz bleibt aber weiterhin die einzige linke Politikerin, die für Schaffhausen nach Bern darf.

Die Kandidatur von Reto Dubach hatte ein spannendes Rennen um die beiden Sitze im Ständerat erwarten lassen. Als Regierungsrat geniesst der FDP-Politiker hohe Popularität – und die FDP hatte angekündigt, mit allen Mitteln wieder einen Vertreter nach Bern schicken zu wollen. Nun kassierte die Partei aber eine Ohrfeige.

Die FDP ist mit ihrem Versuch, wieder den Einzug ins Stöckli zu schaffen, grandios gescheitert. Regierungsrat Reto Dubach schnitt von den vier Kandidaten am schlechtesten ab und konnte nur 7731 Stimmen auf sich vereinen – rund halb so viele, wie er benötigt hätte.

Sogar der SP-Kandidat Walter Vogelsanger konnte den FDP-Regierungsrat überflügeln. Mit 7952 Stimmen landete er allerdings nur knapp vor Dubach.

Den Einzug ins Stöckli geschafft haben dagegen die beiden bisherigen Ständeräte Thomas Minder (Trybol) und Hannes Germann (SVP). Minder erhielt 13'733 Stimmen und Germann 20'747 Stimmen, das absolute Mehr lag bei 13'195 Stimmen. Damit schickt der Kanton Schaffhausen erneut zwei SVP- oder SVP-nahe Politiker nach Bern.

Die Abstimmung über das Tourismusgesetz fiel denkbar knapp aus. 50,2 Prozent der Stimmbevölkerung lehnten die Anpassung ab. Während die kleineren Landgemeinden dem Gesetz vornehmlich ablehnend gegenüberstanden, sagten die grösseren Gemeinden eher Ja zur Änderung.

Für das Tourismus-Gesetz sprachen sich die Gemeiden Schaffhausen, Beringen, Stein am Rhein, Hallau, Wilchingen, Stetten, Rüdlingen und Buchberg aus. Die anderen 18 Gemeinden lehnten die Änderungen ab.

Das überparteiliche Komitee, das sich für die Anpassung des Gesetzes aussprach, vertrat die Ansicht, dass die Dienstleistungen der Tourismusorganisation ohne geregelte Beiträge der öffentlichen Hand in Frage gestellt würden. Bekämpft wurde das neue Tourismusgesetzt von AL und SVP. Die AL argumentierte, dass es bei den jetzigen Kürzungen bei Bildung und im Gesundheitsbereich nicht vertretbar ist, für den Tourismus das Budget zu belasten.

Die Wahl des neuen Chefredaktors der «Schaffhauser Nachrichten» ist gefallen. Robin Blanck tritt die Nachfolge von Norbert Neininger an, der im Frühjahr überraschend verstorben ist. Die Unternehmensleitung übernimmt Stefan Gasser, der seit 2013 als Finanzchef waltet.

Blanck war zuletzt für die Berichterstattung in der Stadt und Umgebung zuständig. Zuvor arbeitete der bei der Wochenendbeilage «Express», die mittlerweile eingestampft wurde. Er machte sich mit vor allem mit seiner rechtspopulistischen und neoliberalen Berichterstattung von sich reden.

Er werde die «im Redaktionsstatut verankerten Werte einer freiheitlichen Ordnung und der sozialen Marktwirtschaft in idealer Weise vertreten», ist der Verwaltungsrat überzeugt. Robin Blanck selbst meinte in der eigenen Zeitung: «Wir werden weiterhin anderen Meinungen Platz in unseren Spalten einräumen, wie wir das immer getan haben.» Damit will Blanck wohl zum Ausdruck bringen, dass linke Politik in der einzigen Tageszeitung im Kanton weiterhin ein Randspaltendasein fristen wird.

Die Fassbeiz ist trotz der Insolvenz der bisherigen Pächterin auch im Sommer geöffnet. Allerdings nur an sieben Wochenenden. Die Dachgenossenschaft will jeweils am Samstag die Türen öffnen, damit die Stammgäste nicht auf den Besuch des Höfli an der Webergasse verzichnet müssen.

Die Abende werden von «alten und neuen Freunden der Genossenschaft zum Eichenen Fass» gestaltet. Den Anfang macht am 8. August das Peter Choclo Quartett um Simon Sepan. Sepan ist einer der jüngeren Vertreter im Vorstand der Dachgenossenschaft. Weiter gibt es einen Grillabend, einen Fass-Jam oder einen Tanz im Höfli.

Zum Abschluss des «Höfli-Sommers» gibt es am 19. September 16 Stunden Old-School-Fassbeiz. Mit dabei sind am letzten Abend zwanzig ehemalige Fassbeiz-MitarbeiterInnen aus Küche, Bar und Service, die «dreieinhalb Jahrzehnte Beizengeschichte zelebrieren».

Der langjährige Verleger und Chefredaktor der «Schaffhauser Nachrichten» ist heute Morgen nach schwerer Krankheit kurz vor seinem 65. Geburtstag verstorben. Dies berichtet das Online-Portal «Persönlich».

Ab 1983 baute Norbert Neininger Radio Munot als eine der ersten Schweizer Privatradiostationen auf. Später wurde er zuerst Chefredaktor und dann auch Verleger der Tageszeitung «SN».

Seit 2001 war der Verstorbene Vorstandsmitglied des Verbandes Schweizer Medien. 2013 wurde er vom Branchenmagazin «Schweizer Journalist» zum Verleger des Jahres gewählt. Ausserdem war er Mitglied im Stiftungsausschuss des Schweizer Presserates. Mit ihm hat die Schweizer Medienbranche eines ihrer bekanntesten Gesichter verloren.

Die Fass-Dachgenossenschaft muss erneut einen Pächter für die Beiz suchen. Die Betreiberin Mona Schümperli wirft das Handtuch, wie sie in ihrem Newsletter mitteilt. «Dies hier ist mein letzter Newsletter an Euch; ich habe heute meine Insolvenz erklärt und lege den Betrieb ab sofort nieder», heisst es darin.

Schümperli hatte die Beiz vor zwei Jahren mit ihrer FassHerz GmbH übernommen, nachdem die damaligen Betreiber, welche die Beiz noch als Genossenschaft geführt hatten, ebenfalls aus wirtschaftlichen Gründen den Betrieb einstellen mussten.

Die Schuld sieht Schümperli nicht bei sich selbst, sondern bei der Höhe des Mietzinses. «Dafür, dass nach meiner Übernahme der FassBeiz der jährliche Umsatz um 100 000 Franken angestürzt ist, habe ich recht gut gewirtschaftet, auch im zweiten Jahr», so Schümperli. «Aber ich konnte und werde es wahrscheinlich auch nie können: den ursprünglichen Mietzins an die Dachgenossenschaft zum Eichenen Fass entrichten. Keine Ahnung, ob dies jemals weder jemand hinkriegt.»

Mit einer trotzigen Aussage an die Adresse der neuen Mitglieder der Dachgenossenschaft, welche die Liegenschaft vermietet, verabschiedet sich die FassHerz-Chefin von der Beiz in der Webergasse. Die wirtschaftliche Lage des Restaurants habe «natürlich zu Druck seitens der DG-Mitglieder – vor allem von der Seite der Neuen –» geführt, weshalb sie nun die Konsequenzen ziehe. «Ich sehe mich nicht auch noch an dieser Front kämpfen», so Schümperli.

Dass es mit dem Verhältnis zwischen Dachgenossenschaft und Mona Schümperli nicht zum besten steht, zeigt auch das Vorgehen von Schümperli. Die Dachgenossenschaft erfuhr kurz vor dem Versand des Newsletters von der Schliessung der Beiz.

Neuer bauernschlauer Lappi

Der Lappi-Saat ist ausgebracht. Die neue Ausgabe ist in den Kiosken an der Vorstadt, am Löwengässchen und an der Schifflände sowie im Bücherschoch, im Bücherfass, im Lieblings und im Neustadt-Lade erhältlich. Du kannst das Magazin aber auch gleich hier Abonnieren.

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