Die «Schaffhauser Nachrichten» berichteten, die Firma Pro Rheinfall AG verkaufe unter dem Namen Rheinfall-Wasser beziehungsweise Rhine Falls Water in Dosen abgefüllt das gleiche Wasser, das in Neuhausen aus dem Hahnen kommt. Auf Facebook und gegenüber dem Lappi kritisierte Harald Krämer, der Geschäftsleiter von Pro Rheinfall AG, den Artikel als verkürzte Darstellung und schoss an die Adresse der «SN» zurück.

Wir haben Harald Krämer drei Fragen zu seinem Rheinfall-Wasser gestellt und präsentieren hier seine Antworten – zugegeben auch etwas verkürzt.

Der Gewerkschaftsbund Schaffhausen bestreitet den 1. Mai in diesem Jahr zusammen mit dem Bündnis Zukunft Schaffhausen. Der Tag der Arbeit steht in diesem Jahr unter dem Motto «ESH4 = Altpapier» und steht ganz im Zeichen des Widerstands gegen das Sparpaket der bürgerlichen Regierung.

Die Reden auf dem Fronwagplatz bestreiten deshalb für einmal nicht ausschliesslich GewerkschafterInnen, sondern Betroffene des Sparpakets. Neben SP-Nationalrätin Martina Munz ergreifen Daniel Spitz (KV-Lehrer), Anna Naeff (IG pro Archäologie), Angela Penkov (Lehrerin Lindenforum) und Neria Heil (Aktionskomitee Pflege und Betreuung) das Mikrofon.

Die Juso Schaffhausen hat an ihrer Vollversammlung Stefan Lacher und Sophie Schudel als KandidatInnen für den Nationalrat nominiert. Schudel ist Schülerin an der Kantonsschule Schaffhausen und Stefan Lacher ist derzeit als Zivildienstleistender im Kantonsspital Schaffhausen tätig.

Lacher will sich dafür einsetzen, dass «die grosse Angst, welche von Wirtschaftsvertretern und Nationalisten geschürt wird», nicht zu Fremdenhass, Isolation, sozialer Kälte und einer Abkehr von der Energiewende führt. Ähnlich begründet auch Schudel ihre Kandidatur. «Seit Jahren kommen gewisse Themen immer wieder ins Gespräch, man denke nur an den Atomausstieg, Fachkräftemangel, die soziale Ungleichheit oder Drogenlegalisierung, ohne dass etwas unternommen wird», meint sie.

Die Juso Schaffhausen fordert nach dem Nein zum Budget 2015, dass die SVP-Finanzdirektorin Rosmarie Widmer Gysel ihren Rücktritt einreicht. «Konsequenz des heutigen Abstimmungssonntag muss der Rücktritt der Finanzdirektorin und Budgetverantwortlichen Rosmarie Widmer Gysel sein», teilte die Juso mit.

Gysel und ihre Finanzpolitik sei nicht länger tragbar für den Kanton Schaffhausen, so die Jungsozialisten. «Ihre verfehlte Finanzpolitik hat heute den Gnadenstoss erhalten.»

Die Schaffhauser Bevölkerung lehnt das Budget 2015 ab und setzt damit ein Zeichen gegen das Sparpaket ESH4. Dreizehn Gemeinden lehnten das Budget ab, darunter die grösseren Gemeinden Schaffhausen, Neuhausen, Stein am Rhein und Thayngen. Das Resultat fiel mit 54,4 Prozent Nein-Stimmen deutlicher aus, als erwartet werden konnte.

Es ist das erste Mal in der Geschichte des Kantons Schaffhausen, dass das Budget der Regierung abgelehnt worden ist. Die Regierung hat nun kein gültiges Budget und muss nochmals über die Bücher. Dieses muss anschliessend vom Kantonsrat abgesegnet werden.

Der Schauspieler Mathias Gnädinger ist am Karfreitag im Universitätsspital Zürich verstorben. Gnädinger wurde 74 Jahre alt, sein Tod kommt unerwartet. Seine Familie teilte mit, dass es Komplikationen mit Lungen- und Herzfunktionen gegeben habe.

Der letzte Film, in dem Gnädinger mitspielte, heisst «Usfahrt Oerlike» und wurde am vergangenen Wochenende am Schaffhauser Filmfestival gezeigt. Den ersten Auftritt in einem Film hatte er bereit 1976 als Sanitäter in «Die plötzliche Einsamkeit des Konrad Steiner».

Der Kanton Schaffhausen hat im vergangenen Jahr zwar rote Zahlen geschrieben. Der Aufwandüberschuss fiel aber deutlich geringer als erwartet aus, gab die Regierung heute bekannt. Statt 37 Millionen Franken betrug das Minus lediglich 22,7 Millionen Franken. Der Aufwand belief sich auf 675,7 Millionen Franken, der Ertrag auf 653,0 Millionen Franken.

Auf diese Ankündigung empört reagiert hat die Alternative Liste. Sie fordert die Regierung aufgrund des besseren Abschneidens auf, das Sparpaket ESH4 sofort zurückzuziehen. Die AL rechnet vor, dass mit der Ausschüttung der Nationalbank nur noch ein Defizit von 10 Millionen Franken übrig bleibt. Die Regierung habe sich deshalb «verspekuliert» oder «absichtlich zu pessimistisch budgetiert».

Neuer bauernschlauer Lappi

Der Lappi-Saat ist ausgebracht. Die neue Ausgabe ist in den Kiosken an der Vorstadt, am Löwengässchen und an der Schifflände sowie im Bücherschoch, im Bücherfass, im Lieblings und im Neustadt-Lade erhältlich. Du kannst das Magazin aber auch gleich hier Abonnieren.

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