Céline Pfleger und ihre Mutter Claudia erhalten Unterstützung: Vanessa Lüthi und Philipp Herzog haben über Facebook eine private Spendenaktion für die junge Frau ins Leben gerufen, die nach Einnahme der Antibabypille Yasmin eine Lungenembolie erlitten hatte.

Seit heute ist das Spendenkonto für die Aktion «Helft Céline», das die Initianten in den letzten Tagen eingerichtet haben, aktiv (Angaben siehe Kasten). Zudem haben sie von der Stadt Schaffhausen ein Schreiben beglaubigen lassen, in dem sie versprechen, dass das gesammelte Geld vollumfänglich der Mutter zugutekommt.

Der Dramatiker Lukas Linder bekommt den Kleist-Förderpreis 2015. Die Jury wählte das Stück «Der Mann aus Oklahoma» des 30-jährigen Uhwiesers aus 133 Einsendungen aus. Der Preis wird an junge AutorInnen unter 35 Jahre verliehen und ist mit einem Preisgeld von 7 500 Euro dotiert.

«In atemberaubendem Tempo beschreibt Lukas Linder, teilweise mit comichaften Motiven aus amerikanischen Kriminalromanen, Familienklischees, Idole und große Themen wie ‹Selbstfindung› und ‹Orientierung›», heisst es in der Begründung der Jury. «Ihm gelingt der Spagat zwischen aberwitziger Groteske, emotionaler Tiefe und gesellschaftlicher Relevanz.»

Das Bundesgericht hat heute das Urteil zum Fall der jungen Schaffhauserin Céline Pfleger verkündet, die seit 2008 schwer behindert ist. Obwohl die gravierende Hirnschädigung nach einer Lungenembolie und die entstandene Invalidität in direkten Zusammenhang mit der eingenommene Antibabypille «Yasmin» stehen, muss der Pharmahersteller Bayer keinen Schadenersatz an die Familie zahlen. Somit bestätigt das Bundesgericht das Urteil des Bezirksgerichts Zürich.

Die Mutter von Céline, Claudia Pfleger, klagte gemeinsam mit ihrer Krankenkasse auf Schadenersatz und Genugtuung in der Höhe von mehr als 5 Millionen Franken und warf Bayer Mängel in der PatientInneninformation vor. In der Packungsbeilage des Verhütungsmittels «Yasmin» sei nicht genügend auf das erhöhte Risiko einer Embolie hingewiesen worden.

Der Schaffhauser Regierungsrat lehnt die Volksinitiative «Keine Steuergeschenke an Grossaktionäre» der SP ab, hat aber offensichtlich Angst, dass das Stimmvolk die Initiative annehmen könnte. Aus diesem Grund schlägt er dem Kantonsrat vor, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten.

Die Initiative will, dass die so genannte «Halbsatzbesteuerung» aufgehoben wird. Die Halbsatzbesteuerung bevorzugt Grossaktionäre, die mehr als zehn Prozent des Kapitals einer Firma besitzen. Sie müssen zurzeit nur die Hälfte ihrer Erträge besteuern.

Die SP und die Juso haben heute die letzten Unterschriften gesammelt. Über 1400 Personen unterstützen das Referendum gegen das Budget für das Jahr 2015. Noch sind die Unterschriften nicht beglaubigt, dies soll jedoch bis am Donnerstag geschehen. Dass mehr als 400 Unterschriften für ungültig erklärt werden, ist sehr unwahrscheinlich.

«Am Montag werden wir das Referendum einreichen», sagte Patrick Portmann gegenüber dem Lappi. Nur vierzehn Tage hätten sie gebraucht, um dieses zustande zu bringen. Dies entspricht einer beachtlichen Anzahl von einhundert Unterschriften pro Tag. «Es war wichtig, dass wir in dieser Zeit so viele Leute für das Anliegen gewinnen konnten.»

Der Rektor der Kantonsschule Schaffhausen, Urs Saxer, hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. Der Wirtschaftslehrer wird sein Amt Ende des Schuljahres abgeben. Der Rektor hatte heute die Kanti-MitarbeiterInnen intern über den Rücktritt informiert.

Urs Saxer war 1997 zum Prorektor gewählt worden und übernahm 2003 das Amt des Rektors vom Mathematiklehrer Rainer Schmidig. Saxer wuchs in St. Gallen auf und studierte an der HSG St. Gallen Wirtschaftspädagogik. Nach dem Studium arbeitete er als Lehrer an der KV-Berufsschule in Weinfelden.

Die Schaffhauser Stimmbevölkerung hat sich als einzige in der Schweiz für die Abschaffung der Pauschalbesteuerung ausgesprochen. Das Resultat im Kanton war zwar knapp, mit einem Ja-Anteil von 50,8 Prozent stimmte die Bevölkerung dem Anliegen allerdings zu.

Schaffhausen (7'922 zu 6'313 Stimmen) und Neuhausen (1'676 zu 1'490 Stimmen) sorgten dafür, dass das Resultat am Nachmittag des Wahlsonntags nochmals umschwenkte. Nachdem die Gemeinden ausgezählt waren, sah es noch so aus, als ob sich auch der Kanton Schaffhausen gegen eine Abschaffung der Pauschalbesteuerung aussprechen würde. Von den kleineren Gemeinden stimmten nur Trasadingen und Hemishofen der Abschaffung zu.

Die Pauschalbesteuerung bleibt nun aber dennoch bestehen, denn die restlichen Kantone lehnten die Abschaffung alle ab. Erwartungsgemäss am deutlichsten verworfen wurde die Initiative in den Kantonen Graubünden, Tessin, Waadt, Wallis und Genf, die die meisten Pauschalbesteuerten beheimaten. In Graubünden, im Tessin, in der Waadt und in Genf lag der Nein-Anteil bei rund 70 Prozent, im Wallis bei knapp 80 Prozent.

Die beiden weiteren nationalen Initiativen erlitten im Kanton Schaffhausen Schiffbruch. Die Stimmbevölkerung sprach sich mit einem 68,2 prozentigen Nein-Anteil klar gegen die Ecopop-Initiative und damit gegen eine streng regulierte Zuwanderung aus, für die sich unter anderen der Schaffhauser Ständerat Thomas Minder ausgesprochen hatte. Die Gold-Initiative wurde mit 71,5 Prozent noch deutlicher abgelehnt.

Neuer bauernschlauer Lappi

Der Lappi-Saat ist ausgebracht. Die neue Ausgabe ist in den Kiosken an der Vorstadt, am Löwengässchen und an der Schifflände sowie im Bücherschoch, im Bücherfass, im Lieblings und im Neustadt-Lade erhältlich. Du kannst das Magazin aber auch gleich hier Abonnieren.

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