• «Reason to panic» veröffentlichen ihren Erstling

    Das Album «Steroids» des Schaffhauser Duos «Reason to panic» kann ab sofort HIER gratis heruntergeladen werden.

    Slampoet Diego Häberli und Musiker Raphael Winteler haben die elf Songs von A bis Z in elf Sessions aufgenommen und sich dabei konzeptlos durch diverse Genres gekämpft. Von Pop über Dub und Electroswing bis Punkrock. Der Lappi war an einem Abend im Studio dabei.

    Entstanden ist ein wildes Potpourri, das nicht für den passiven Konsum gedacht ist, sondern die Hörerschaft anregen und fordern soll.

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  • Marco 3000 veröffentlicht Album «Bar with Balls»

    Der Schaffhauser Singer-Songwriter Marco 3000 aka Marco Del Ferro hat eine Scheibe herausgegeben: Das Album «Bar with Balls» umfasst fünf Rock’n’Roll-Tracks mit starken Einflüssen aus Punk und vor allem Funk. Marco Del Ferro (Gitarre, Gesang) hat sich Unterstützung von Regina Hauser (Drums) und Marc Zimmermann (Bass) geholt.

    Kenner werden «City called Schaffhausen» wiedererkennen, den Song, der für die «Operation Paradiesdämmerung» als eine von zahlreichen schräg-genialen alternativen Hymnen der Haamet entstand. Der Titelgebende Song ehrt Marco Del Ferros Stammbar, die Schäferei; in der «Bar with Balls» ist das Album als CD und bald auch als Vinyl-LP erhältlich.

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  • Alles Karussell

    «Reason To Panic» ist schnell. Sauschnell. An zehn Abenden entstanden im Kellerstudio zehn Tracks aus dem Nichts. Der Lappi war bei der elften Geburt dabei.

    Kein neuer Song ohne Flaschenbier und Salz­brezeln. Zusammen geprobt haben sie noch nie, Raph und Diego – alias «Reason To Panic» –, ­geschweige denn sind sie schon einmal zusammen aufgetreten. Werden es vermutlich auch nie tun, wollen es gar nicht. Die einen würden sagen «Diego und Raph? Schnittmenge null!»

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  • Zertretene Schildkröten

    Der Lappi geht auf Tuchfühlung mit der Goa-Kultur – eine Art von Bewusstseinserweiterung.

    Mit dem Velo machen wir uns an einem sonnigen Samstagnachmittag auf, unseren Horizont zu erweitern. Das Goa-Openair steigt auf einem abgelegenen Landstrich unweit von Schaffhausen. Als uns nach rund 20-minütiger Fahrt allmählich das Wummern des Basses ans Ohr dringt, zeichnet sich in der Ferne bereits das Festivalgelände ab.

    Eisenschranken mit Sichtschutz umgeben es wie eine Festung, in der Höhe flattern bunte Fahnen. Der Gedanke an eine Burg bleibt bestehen, als wir uns vom Sattel geschwungen und die Kasse passiert haben: Eine Art futuristischer Mittelaltermarkt tut sich vor uns auf.

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  • Punks, die sich nicht hauen

    Wenn Unsinn als Musik gilt, sind garantiert Punks daran schuld.

    «Alarmstufe Blau» existieren seit zwei Jahren, haben gerade mal sieben Gigs gegeben und kürzlich den ersten Tonträger «Panda-Pank & Backstagebier» rausgehauen. Die sechs Stücke auf der CD wurden allesamt im Proberaum in Uhwiesen eingespielt, den sich die fünf jungen Punks mit der Ska-Kapelle «The Slobbers» teilen.

    Schlagzeuger Eggi drischt den Ufta-Ufta-Takt, Bassist Knupp malträtiert sein Instrument, Juiee und Flo lassen die Gitarren heulen, darüber skandiert Shouter Pädi einschlägige Parolen. Es gibt Refrains zum Mitgrölen, hie und da eine Tempoverschärfung und mit «Rheinpiraten» den obligaten Versuch am Off-Beat. Musikalisch machen «Alarmstufe Blau» alles richtig – und das heisst im Kontext ihres Genres: schlecht, schlechter, am schlechtesten.

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  • Eine Lo-Fat-Maxi zum Geburtstag

    Leider geil: Chrisi macht auf Katze und ein Kind auf Lead-Sänger. Wer's mag, muss kein Freak sein. Wer's nicht mag, ist selber schuld.

    Ende November feierte das deutsche DIY-Label «Sounds Of Subterrania» im Berliner Columbia Club während zweier Wochenendnächte mit Livemusik seinen 15. Geburtstag mit dem Labelfestival «Bite It!». Mit von der Partie/Party waren unsere Livehelden vom Lo Fat Orchestra – auch sie veröffentlichen bei dem in Hamburg domizilierten Plattenlabel. Speziell fürs Jubiläum sind die Lo Fats ins Studio gegangen: Im Startrack-Tonstudio nahm das Trio mit ­Samuel Hartmann an den Reglern eine 4-Stück-45-rpm-Vinylmaxi auf, die am (und fürs) «Bite It!» herausgekommen ist.

    Netterweise kriegte ich das Teil für den Lappi schon vorab zu hören. Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Das Lo Fat Orchestra ist eine verdammt geile Kapelle. Und die bandchemisch immer nur knapp stabile Verbindung aus hysterischem Kontrollverlust (Chrisi, Tasten und Gesang), brutalem Stoizismus (Thorsten, Bass) und explosiver Energie (Dani, Schlagzeug) tönt hier vielleicht so gut wie noch nie.

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  • Das Geschäft mit der Musik

    Auslese

    Berthold Seliger hat einen Insiderbericht über die finanziellen Mechanismen der Musikbranche vorgelegt.

    Im September 2013 ist Berthold Seligers «Das Geschäft mit der Musik – ein Insiderbericht» erschienen. Die Erstauflage war schnell vergriffen, inzwischen ist die dritte Auflage im Handel. Vom deutschen Feuilleton im Print- und Radiobereich sehr ausführlich und wohlwollend besprochen, ebenso in der einschlägigen Musikpresse wie «Spex», «Musikexpress», «Rolling Stone», obwohl letztere im Kapitel über den Musikjounalismus nicht besonders gut wegkommen – ein chart- und marketingtechnisch gelungener Release.

    Muss man den Berliner Autor kennen, wenn man kein Insider ist? Eher nein. Er schreibt unter anderem für «konkret», «Der Freitag» und die «WOZ».

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  • Ein Lied zum Wegschmeissen

    Kennst Du das «Rhyfall-Lied»? Eben. Trotz prominentem Taufpaten lässt die Vermarktung zu wünschen übrig – eine ganz, ganz vorsichtige Annäherung.

    Der Lappi haftet nicht für allfällige rechtliche konsequenzen und folgekosten,­ die aus ­der Veröffentlichung dieses Textes für Thomas Minder wegen eines Ver­stosses gegen das Gewässerschutzgesetzentstehen könnten.

    Ein kühler Tag am Rheinfall, der Himmel wolkenverhangen. Auf dem gelben Mändli-Boot sitzt nur ein einziger Passagier. Ernst und nachdenklich blickt er durch den Dunst der Gischt zum Felsen. Thomas Minder, Ständerat und Vater der Abzockerinitiative, ist in wichtiger Mission zum Zentrum des grössten Wasserfalls Europas unterwegs: Er wird das «Rhyfall-Lied» taufen.

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