• Juso schickt zwei KandidatInnen ins Rennen um die beiden Nationalratssitze

    Die Juso Schaffhausen hat an ihrer Vollversammlung Stefan Lacher und Sophie Schudel als KandidatInnen für den Nationalrat nominiert. Schudel ist Schülerin an der Kantonsschule Schaffhausen und Stefan Lacher ist derzeit als Zivildienstleistender im Kantonsspital Schaffhausen tätig.

    Lacher will sich dafür einsetzen, dass «die grosse Angst, welche von Wirtschaftsvertretern und Nationalisten geschürt wird», nicht zu Fremdenhass, Isolation, sozialer Kälte und einer Abkehr von der Energiewende führt. Ähnlich begründet auch Schudel ihre Kandidatur. «Seit Jahren kommen gewisse Themen immer wieder ins Gespräch, man denke nur an den Atomausstieg, Fachkräftemangel, die soziale Ungleichheit oder Drogenlegalisierung, ohne dass etwas unternommen wird», meint sie.

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  • Verbessern statt vermarkten

    Echtes Standortmarketing wäre ganz einfach. Der Lappi hat ein paar Vorschläge, die Schaffhausen deutlich attraktiver machen würden.

    Das «kleine Paradies» ist Geschichte. Die Kampagne der Wirtschaftsförderung wurde nach sechs Jahren im Zuge des Sparpaketes ESH4 endgültig beerdigt. Das Prestigeprojekt der Generis AG, am Boden. Gut so, finden wir. Mit Hochglanzbeilagen und Sprüchen wie «In Schaffhausen haben Väter mehr Freizeit» in Zürcher Trams lockt man sowieso keine Steuerzahler an.

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  • «Wir sind der Benchmark»

    Die Wirtschaftsförderer Marcus Cajacob und Patrick Schenk erklären, mit welchen Argumenten sie internationale Konzerne nach Schaffhausen bringen und wie sie auch ohne «Paradies»-Kampagne ZuzügerInnen anlocken wollen.

    marcus cajacob begann seine Karriere bei der Cilag, ist diplomierter Ingenieur und als Projektleiter der Wirtschaftsförderung für die Ansiedlung von Firmen verantwortlich. patrick schenk hat nach der Matura an der Universität St. Gallen Ökonomie studiert und ist bei der Generis AG mit der Leitung von Regional- und Standortentwicklungsprojekten betraut.

    Marcus Cajacob und Patrick Schenk, Sie beide sind Familienväter. Ist Schaffhausen attraktiv genug für Familien?

    Schenk: Ja, denn Schaffhausen ist eine Stadt mit vielen Angeboten und von einer attraktiven Landschaft umgeben. Eine grosse Stärke ist der bezahlbare Wohnraum. Die Schulen sind gut, obwohl es sicher Optimierungspotenzial gibt.

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  • Steter Tropfen Holenstein

    «Entschuldigung, ich muss kurz austreten», sprach Thomas Holenstein in überschäumender Inkompetinenz, und mit goldigen Prognosen markierte er den Standort als Schaffhauser Natursektland. Dieses war sein letzter Seich.

    Das Fazit nach 15 Jahren Wirtschaftsförderung und Standortmarketing unter Thomas Holenstein fällt ernüchternd aus: Die Stadt Schaffhausen ist im Städteranking der «Bilanz» auf den 53. Rang von 143 Städten zurückgefallen. Für die 15.-grösste Stadt müsste der 15. Rang das Ziel sein – solange wir von Städten wie Wallisellen, Volketswil und Olten (ohne Seich!) geschlagen werden, gibt es bestimmt noch Verbesserungspotenzial.

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  • Was zu tun wäre

    Vier offene Briefe zum Budgetreferendum.

    Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wenn nun - wie beim Sparpaket ESH4 - viel gehobelt wird, bilden die Späne bald einmal einen Berg. Man kann vieles richtig machen, aber man kann auch total danebenschiessen. Wie das beim Budgetreferendum herauskommen wird, ist noch nicht klar. Wir haben dennoch einige Handlungsanweisungen formuliert, um den Span-Ausschuss in Grenzen zu halten.

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  • Qualitätsmanagement, zu viel des Guten

    marcel montanari ist Kantonsrat der Jungfreisinnigen.

    Monti optimiert

    Die steigenden Gesundheitskosten werden gerne mit der höheren Lebenserwartung der Menschen sowie mit dem erweiterten Angebot medizinischer Verfahren begründet. Dies ist aber nur die halbe Wahrheit. Ein wohl ebenso grosser Kostentreiber sind Fehlregulierungen ahnungsloser Politiker und/oder Lobbymarionetten. Unter dem Deckmantel der Qualitätssicherung gibt es zunehmend Vorschriften, die unserem Gesundheitssystem schaden.

    An Beispielen mangelt es jedenfalls nicht: So muss gemäss neuen Richtlinien in Apotheken alles eindeutig beschriftet werden. Auf jedem Abfalleimer muss die Anschrift «Abfall» angebracht werden. Wer eine eigene Hausspezialität anbieten will, muss unzählige Nachweise und Deklarationen erbringen. Mittlerweile trauen wir den Pharmazeuten nicht mal mehr zu, selber eine Salbe abzufüllen oder eine eigene Teemischung zuzubereiten. Die Folge davon ist, dass Apotheken ihre Hausrezepturen nicht mehr anbieten. Ist diese Art von Qualitätsmanagement eine Verbesserung für unser Gesundheitssystem? Ist es besser, weniger Medikamente zu haben? Nein.

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  • AL fordert Rückzug des Sparpakets ESH4

    Der Kanton Schaffhausen hat im vergangenen Jahr zwar rote Zahlen geschrieben. Der Aufwandüberschuss fiel aber deutlich geringer als erwartet aus, gab die Regierung heute bekannt. Statt 37 Millionen Franken betrug das Minus lediglich 22,7 Millionen Franken. Der Aufwand belief sich auf 675,7 Millionen Franken, der Ertrag auf 653,0 Millionen Franken.

    Auf diese Ankündigung empört reagiert hat die Alternative Liste. Sie fordert die Regierung aufgrund des besseren Abschneidens auf, das Sparpaket ESH4 sofort zurückzuziehen. Die AL rechnet vor, dass mit der Ausschüttung der Nationalbank nur noch ein Defizit von 10 Millionen Franken übrig bleibt. Die Regierung habe sich deshalb «verspekuliert» oder «absichtlich zu pessimistisch budgetiert».

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  • Bündnis Zukunft Schaffhausen lanciert Initiative gegen Bildungsabbau

    Das Bündnis Zukunft Schaffhausen lanciert eine Volksinitiative mit dem Titel «Kein Abbau – Schule mit Zukunft». Mit der Initiative soll die Streichung von Schullektionen in der Primar- und Sekundarstufe verhindert werden, welche die Regierung mit dem Sparpaket ESH4 beschlossen hat.

    Der Initiativtext sieht vor, dass das Gesetz so ergänzt werden soll, dass «während der Primarschule und der Orientierungsschule gesamthaft nicht weniger als 259 Pflichtlektionen angeboten werden» dürfen. Das entspricht dem heutigen Stand, womit die Regierung den Rotstift nicht bei den Pflichtlektionen ansetzen könnte.

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