Bächtold von Melkhand, ein ehemaliger Turnierreiter, bestritt 65 Turniere. Er trug dabei 62 Siege und nur 3 Niederlagen davon.

Ein ritter hoch zu ross macht sich bereit für den nächsten Herausforderer. Bild: Peter Pfister

Im Vorfeld dieses sportlichen Grossanlasses auf dem Herrenacker wurden auch kritische Stimmen laut. Von Korruption war die Rede, von Vertreibungen und davon, dass beim Aufbau der Arena unter Zeitdruck, mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen und im ganzen menschenverachtenden Bedingungen mehrere Arbeiter den Tod gefunden hätten. Wie äussern Sie sich dazu?

Auf der Suche nach den katholischen Extremisten von Gloria.tv wurde der Lappi weder beleidigt noch angegriffen. Leider.

Bild: Redaktion

Das Frühstücksbuffet des Café Dulezi in Sedrun ist so gut, dass die Lappi-­Redaktion etwas länger sitzen bleibt und den Gottesdienst verpasst. Dabei sind wir eigentlich wegen der Katholiken in die kalte Bergwelt gereist – genauer wegen der radikalen Katholiken um Pfarrer Reto Nay und Gloria.tv.

Reich werden ist einfach. Sechs Strategien für die Flucht aus der Armut.

Alte Schrulle ausbeuten mittels Enkeltrick

Suche im Telefonbuch nach antiquierten Vornamen, die auf ein älteres Semester schliessen lassen (beispielsweise Namen, die auf -traut, -hilde, -hard oder -ried enden). Besonders geeignet sind WitwerInnen, sie erkennt man oft daran, dass sie einen Doppelnamen tragen, aber allein im Telefonbuch stehen. Suche gezielt in Villen- oder Einfamilienhausquartieren. Gestalte den Anruf möglichst anonym, beispielsweise aus einer Telefonkabine.

Erzähle Deinem Opfer eine gut einstudierte Geschichte: Du bist der Enkel oder Grossneffe, der sich länger nicht mehr gemeldet hat. Du brauchst «Deinen» Namen nicht zu kennen, das Opfer wird ihn Dir verraten, wenn Du das Gespräch beispielsweise mit «Rate mal, wer anruft» beginnst. Natürlich ist es von Vorteil, wenn Du beispielsweise den Namen Deiner «Tante» kennst.

Sobald Du das Vertrauen Deines Opfers gewonnen hast, erzählst Du von Deiner Notlage – mit möglichst vielen realistischen Details: Du wurdest im kongolesischen Dschungel von einer gefährlichen Gipfelspinne gebissen. Ein finsterer Buschdoktor hat Dir zwar das Leben gerettet, lässt dich aber erst gehen, wenn er bezahlt wurde – umgerechnet 6'200 Franken fordert er für Deine Rettung. Deine Zusatzversicherung würde zwar bezahlen, das dauert aber mindestens vier Wochen – so lange willst Du auf keinen Fall in der fragwürdigen medizinischen Obhut von Doktor Lungatunga bleiben.

Willigt das Opfer ein, schickst Du einen vertrauenswürdig aussehenden Komplizen vorbei, der das Geld abholt und verspricht, es per Western Union zu überweisen.

Im Güterhof verspricht eine Singleparty die ganz schnelle Liebe.

Mit der Ex-Vize-Miss vor der flirtwand. Hier findet man kreative Eisbrecher-Ideen: «Suche einen Herr mit dunklen Haaren und frag ihn wieso seine letzte Beziehung gescheitert ist» oder «Frag jemanden wie regelmässig sie Rotwein trinkt». Scheiss auf Grammatik, ran an den Speck!

«Nimm dein Glück selbst in die Hand», forderte der kecke Güterhof-Flyer. «Lass dich treffen» in einem «Flirt-Feuerwerk» mit «Love-Drinks», «Endorphinen» und Julia Flückiger, inklusive Speed-Dating unter «erfahrener Anleitung»! Na, wenn das nicht DER Ansporn ist, dem Klein-Züri an der Schifflände mal wieder eine Chance zu geben. Immerhin lässt sich hier neben Cocktails und Feuerwerk sogar die grosse Liebe finden. Eine kleine Lappi-Delegation packt die Gelegenheit beim Schopf.

Der Lappi machte sich auf die Suche nach rebellischen JurassierInnen. Zu behaupten, wir hätten sie gefunden, wäre übertrieben.

SeparatistInnen sind super. In unseren wohlbehüteten Stuben freuen wir uns, wenn sich die Republik Kosova von der serbischen Besetzung lossagt, wir sind geneigt, mit aufbegehrenden BaskInnen zu sympathisieren und für uns ist völlig klar, dass Taiwan nicht zu China gehört. Eine Minderheit, die sich mit kreativen bis guerillaesken Methoden gegen eine übermächtige Staatsmacht auflehnt, hat immer einen Sympathiebonus, der uns sogar radikale, terroristische Mittel beinahe verzeihen lässt.

Vergesst das ewige Hin-und-Her der Politik, die doppelzüngigen Lobpreisungen, die immer gleichen Phrasen! Bei den 100'000-Franken-Feierlichkeiten rund um unseren frisch gewählten Ständeratspräsidenten Hannes Germann ging die Lifestyle-Redaktion des Lappi den wirklich wichtigen Fragen nach: Wer trug was, wer amüsierte sich mit wem, und wer meisterte den holprigen, gepflasterten Catwalk der Schaffhauser Altstadt am stilsichersten?

Der Check exklusiv und nur im Lappi.

links Bärtige Grüsse durften nicht fehlen: Neo-Ständeratspräsi hannes germann wird von einem hohen Geistlichen in vertrauter Manier beglückwünscht. Eine wunderbare Männerfreundschaft des 21. Jahrhunderts!
rechts Gross, markant, etwas einsam: Omnipräsent wie der Rheinfall-Felsen vertrat das fünfte Rad des Regierungsrates, christian amsler, unseren kleinen Kanton. Der gestreifte Schal gibt unserem FDP-Turm dennoch etwas Liebliches.
stilnote: kolossale 3

Kennst Du das «Rhyfall-Lied»? Eben. Trotz prominentem Taufpaten lässt die Vermarktung zu wünschen übrig – eine ganz, ganz vorsichtige Annäherung.

Der Lappi haftet nicht für allfällige rechtliche konsequenzen und folgekosten,­ die aus ­der Veröffentlichung dieses Textes für Thomas Minder wegen eines Ver­stosses gegen das Gewässerschutzgesetz entstehen könnten.

Ein kühler Tag am Rheinfall, der Himmel wolkenverhangen. Auf dem gelben Mändli-Boot sitzt nur ein einziger Passagier. Ernst und nachdenklich blickt er durch den Dunst der Gischt zum Felsen. Thomas Minder, Ständerat und Vater der Abzockerinitiative, ist in wichtiger Mission zum Zentrum des grössten Wasserfalls Europas unterwegs: Er wird das «Rhyfall-Lied» taufen.

Auch die Schweiz erlebte einen atomaren Unfall. 1969 kam es im Versuchsreaktor in Lucens, Waadt, zu einer Kernschmelze. Der Lappi hat es sich dort ­gemütlich gemacht und der Strahlung getrotzt.

Es regnet, als das Lappi-Team in der 3000-Seelen-Gemeinde Lucens ankommt. Ein kurzer Blick auf den Geigerzähler beruhigt uns: Das Regenwasser scheint nicht verstrahlt zu sein. Auf der Informationstafel wird das Reaktorunglück von 1969 verschwiegen, das verlassene Kraftwerk ist auf der Karte nicht eingezeichnet. Wir steuern die Dorfbeiz an. «Café du Poids», verkündet ein Schild auf der mit Sonnenschirmen geschützten Terrasse. Beim Versuchsatomkraftwerk Lucens handelte es sich um einen Schwerwasserreaktor, wir fragen uns, ob «Café du Poids» eine mit schwerem Wasser aus dem Kraftwerk gebraute Kaffeespezialität ist.